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Rock Hard Festival 2015

Auf zur 13. Ausgabe!

Jahr zwei nach dem Abgang von Götz Kühnemund beim Rock Hard Festival. Dass es auch ohne ihn geht, müssen die Veranstalter des Events 2015 das erste Mal richtig beweisen, denn bei der letzten Ausgabe war die Dortmunder Kultfigur ja noch daran beteiligt, eine ganze Reihe Bands zu verpflichten. Dass die unerfreuliche Trennung die Stimmung auf dem Festival nicht beeinträchtigte, zeigte sich indes bereits 2014, als so viele Leute wie nie gemeinsam wie immer in bester Laune und bei bestem Wetter feierten.

Dass das Wetter wieder gut wird, hofft man natürlich auch für dieses Jahr wieder, allein die Auswahl an Bands, die sich auch diesmal wieder absolut sehen lassen kann, dürfte aber dafür sorgen, dass, selbst wenn die Sonne keinen Bock haben sollte (was wir selbstverständlich nicht hoffen), wieder kräftig Party gemacht wird. Allein die drei Tages-Headliner kommen alle aus unterschiedlichen Richtungen, genießen jedoch allesamt Kultstatus: Venom waren einer der Vorreiter der Szene und mit ihrem rohen, direkten Sound inspirierend für eine ganze Generation – nicht nur der Titel „Black Metal“ war stilprägend. Da kommt es dann auch nicht unbedingt darauf an, dass immer alles ganz sauber und ordentlich gespielt wird.

Dies gilt schon eher für Kreator, die Hauptband am Samstag, die das Gelsenkirchener Amphitheater mittlerweile gut kennen, waren sie doch schon mehrmals beim RHF zu Gast: Ihr messerscharfes, präzises Riffing wird den Gästen garantiert in ähnlicher Manier wie zuletzt 2010 an diesem Ort um die Ohren gethrasht. Mille und Co. gelten als exzellente Liveband, bei der man nie viel verkehrt machen kann.

Der dritte Headliner, die Black Star Riders, firmierte bis vor kurzem noch unter dem Thin Lizzy-Banner – ein Name, der den meisten Fans eher geläufig sein dürfte. Entsprechend ihrer Position als zuletzt aufspielende Formation der Veranstaltung haben sie denn auch ein Paket mit jeder Menge Lizzy-Classics versprochen – für die meisten sicherlich der größte Anreiz, das Rock Hard Festival 2015 zu besuchen. Speziell wird wohl auch das Set von Refuge, die Rage-Fronter Peavy wiederbelebt hat, nachdem es so aussieht, als seien letztere nach dem Split nun Geschichte.

Ob Overkill noch einmal so abräumen werden wie bei der 2011er Ausgabe? So stark, wie sich die Herren auch im gesetzteren Alter noch an der Livefront präsentieren, kann man davon ausgehen; hier kann garantiert nichts falsch laufen. Mit den sich ebenfalls schon lange im Geschäft befindlichen Pentagram hat man eine weitere Truppe von alten Hasen dabei, die die Doom-Fraktion zweifellos lauthals jubeln lassen wird. Dies schaffen vielleicht auch Avatarium, die neue Band von Leif Edling, deren Debüt bereits sehr gut ankam – mal sehen, ob man auch live Punkte sammeln kann.

Frisch reformiert haben sich Sanctuary, die ja auch gerade ein Comeback-Album („The Year The Sun Died“) veröffentlicht haben, genauso wie das Todesstahl-Kommando der Holländer God Dethroned. Erst kürzlich zurückgekehrt ist auch Motorjesus-Sänger Chris, der sich von einer schweren Herzoperation erholen musste, die er aber glücklicherweise gut überstanden hat. Er und seine Jungs werden hundertprozentig darauf brennen, noch einmal derart abzusahnen wie bei der 2012er Ausgabe, als sich die Heavy Rocker sofort einen Platz in den Herzen der Fans erspielen konnten und zu den größten Gewinnern des damaligen Festivals zählten.

Für Freunde des sogenannten „Retrorocks“ hat man in Form von Spiders einen echten Leckerbissen anzubieten, ansonsten hält man sich dieses Mal etwas mehr zurück mit Sechziger- und Siebziger-bezogenen Bands. Dafür tauchen so illustre Namen wie Voivod, Flotsam And Jetsam und Michael Schenker auf – alles Berühmtheiten auch über die Szene hinaus, die zeigen, dass das Rock Hard Festival längst zu den etabliertesten des Landes gehört. Bei Schenker ist zwar bekannt, dass er oft starken Formschwankungen ausgesetzt ist, aber vor 7000 begeisterten Zuschauern wird das einstige Wunderkind bestimmt sein Bestes geben.

Auch Doro besitzt natürlich einen klangvollen Namen, auch wenn die Meinungen über das Schaffen der Düsseldorferin sicherlich sehr auseinander gehen, doch so ist das schließlich bei jeder Band mit größerem Bekanntheitsgrad. Genau wie bei Paul DiAnno, der mit seiner neuen Formation Architects Of Chaoz antritt, auf die viele wohl am meisten gespannt sind. Zuletzt überzeugte der ehemalige Maiden-Sänger keineswegs am Mikrofon, weswegen hier dann auch die Maxime „Abwarten und Tee trinken“ heißen dürfte.

Fehlen noch Space Chaser, der Opener des ersten Tages, Deserted Fear, Anheizer am zweiten Tag, Air Raid, die die Leute am letzten Tag wachmachen sollen, sowie die alteingesessenen Recken von Sinner, die Death Metaller Kataklysm und die Belgier Channel Zero, die seit ihrer Reunion so erfolgreich sind wie nie zuvor. Es ist also wie immer für jeden etwas dabei und einer wiederum grandiosen Sause steht nichts im Weg. Auch nicht das Wetter.

Hier die komplette Running Order (die genauen Spielzeiten stehen noch nicht fest):

Freitag, 22. Mai

Space Chaser
Architects Of Chaoz
Flotsam And Jetsam
God Dethroned
Pentagram
Venom

Samstag, 23. Mai:

Deserted Fear
Motorjesus
Voivod
Avatarium
Kataklysm
Sanctuary
Doro
Kreator

Sonntag, 24. Mai:

Air Raid
Spiders
Sinner
Channel Zero
Refuge
Michael Schenker’s Temple Of Rock
Overkill
Black Star Riders

Weitere wichtige Informationen:

Ort: Gelsenkirchen, Amphitheater
Preise: 82,50 € inkl. MwSt. und 10% VVK-Gebühr

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