Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Zombiewalk Düss Hell Dorf 2012

„Ab sofort gibt es wieder Fleisch“

Oberzombie Dr. Kargum

Zum Thema

Wenn Teenies kreischend durch die Innenstadt rennen, wenn Touristen verstört nach dem Sinn des Lebens fragen, wenn ein Hauch von Blutduft durch die Düsseldorfer Gassen weht, dann ist es wieder soweit: Die Zombies kommen. Endlich, werden sich viele denken, denn mittlerweile hat sich dieses vor fünf Jahren eingeführte Untotentreffen zu einem „Massenspektakel“ entwickelt, was durchaus für einen rekordverdächtigen Bucheintrag führen könnte. Natürlich sind dort auch zahlreiche Passanten mit unwissenden Blicken, die nicht verstehen, dass nur Vampire den Schutz der Nacht brauchen, Menschen, die mit (gespieltem) Ekel sich kaum der Faszination dieser teilweise grotesken Maskerade entziehen können.

Da läuft der zombifizierte Bürohengst, woanders reicht der Tod dem realen Priester die Hand, da werden Steakposter genauso attackiert wie Gehirrrrrrne durch die Gegend geschleppt, die Motorsäge brüllt, verwesende Fetzen hängen im Gesicht, Schusswunden vermitteln den Eindruck von richtig tiefgehenden Löchern, hungriges Gestammel verdeutlicht den Hunger auf Fleisch. Frischfleich wäre doch auch genug vor Ort, denn unzählige Schaulustige drängen sich zombiegleich an die Ballustraden und so manche Schicki-Micke-Tussi in den zahlreichen Restaurants der Einkaufsstraßen vergeht glatt der Appetit an ihren Schnitzeln.

Dem Einfallsreichtum der Protagonisten sind keine Grenzen gesteckt, seien es die selbst entworfenen Masken oder durch professionelle Artist-Künstler kreierte Gruselvorlagen. Blut und Verwesung sind Trumpf, zahlreiche Gimmicks wie Herzen im Vogelkäfig, der einfache Spaten mit seinem schauerndem Schaben über dem Asphalt, die knarzende Kettensäge oder aber das halbzerfetzte Kind produzieren eine Mischung aus Faszination und Ekel, der Verstand wird bei vielen Gästen einfach ausgeschaltet wie ein morbide Sucht nach dem infernalischen Schrecken.

Nicht mehr so ganz nebenbei wird auch ein Film gedreht, denn der in der Zombieszene kaum mehr wegzudenkende Olaf Ittenbach nutzt gleich die Horde an Untoten für die nächste Gore-Splatter-Zelluloid-Einheit „God Forsaken“ – natürlich werden hier die Zombies gleich reihenweise niedergestreckt, Schuss-, Hieb- und Stichwaffen sind da schon immer eine gute Antwort auf die klaubenden Finger gewesen. Die äußerlichen Bedingungen hätten dabei kaum besser sein können, denn bei knapp 25 Grad lässt es sich doch an der Uferpromende des Rheins prima zombienieren - und was passt denn bitte besser zusammen als „The Pit“ und ein Zombie?

Seite
comments powered by Disqus

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen