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Led-Zeppelin-Special

Die ultimative Verkörperung von Sex, Drugs & Rock'n'Roll

Led Zeppelin 1979

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XIV. Coda

Im November 1982 brachte Jimmy Page mit „Coda“ noch ein neuntes Zeppelin-Studioalbum heraus, das sich vornehmlich aus qualitativ ziemlich schwankenden Outtakes früherer Sessions zusammensetzt.

So stehen dem locker-flockigen Shuffle-Groover „Poor Tom“ (aus den Aufnahmen zu „Led Zeppelin III“), einer gelungenen Version von „I Can’t Quit You, Baby“, die 1970 bei einem Soundcheck aufgenommen wurde, und dem verspielten, hübschen „Darlene“ unausgegorene und unterdurchschnittliche Nummern wie „Walter’s Walk“ und das nervige „Ozone Baby“ gegenüber. Das Schlagzeugstück „Bonzo’s Montreux“ ist sicherlich auch nicht unbedingt ein Highlight, aber mit seinen elektronisch verzerrten Sounds ein zumindest hörenswertes Experiment. Man kann nicht wirklich von einem „richtigen“ Album sprechen, da die Stücke zu völlig verschiedenen Zeiten aufgenommen wurden und das Ganze somit etwas zusammenhangslos wirkt; die Fans interessierte das natürlich herzlich wenig – Hauptsache, man bekam neues Zeppelin-Futter und so kassierte denn auch „Coda“ wieder einmal Platin.

Im Jahre 1985 fanden sich Jimmy Page, Robert Plant und John Paul Jones zusammen, um unter dem Zeppelin-Banner (am Schlagzeug begleitet von Phil Collins und Tony Thompson) beim Live-Aid im Londoner Wembley-Stadion „Rock And Roll“, „Stairway To Heaven“ und „Whole Lotta Love“ zu spielen. Der Auftritt war trotz jubelnder Zuschauer – nicht zuletzt wegen eines völlig zugedröhnt wirkenden Jimmy Page – allerdings geradezu desaströs, sodass die drei verbliebenen Originalmitglieder verhinderten, dass er auf der 2004 erschienene 4-DVD-Box des Events zu sehen ist.

Auch 1988 traten Page, Plant und Jones anlässlich des 40-jährigen Firmenjubiläums von Atlantic Records noch einmal wenig überzeugend unter dem Namen Led Zeppelin auf, diesmal mit John Bonhams Sohn Jason an den Drums.

Letzterer saß auch beim letzten Gig am 10. Dezember 2007 in London hinter den Kesseln, einem Benefiz-Konzert zugunsten von Ahmet Ertegüns (dem langjährigen Chef von Atlantic, der am 14. Dezember 2006 verstarb) Stiftung.

Zuletzt gingen immer wieder Meldungen durch die Presse, ob diesem Auftritt nicht eine Tour folgen solle, doch aufgrund der Weigerung Robert Plants stehen die Chancen dafür wohl eher schlecht. Meiner bescheidenen Meinung nach sollte so etwas auch nicht stattfinden. Viele alte Helden des Rock’n’Roll haben ihre eigene Legende durch peinliche Reunions schon besudelt – Led Zeppelin sollten diesen Fehler nicht begehen. Dadurch, dass es die Band – von den erwähnten vereinzelten Gigs abgesehen – schon lange nicht mehr gibt, strahlt ihr Stern am Rock’n’Roll-Himmel nur umso heller, wirkt ihre Aura umso mystischer, ist ihre Legende umso stärker.

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