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Zoser Mez: Vizier Of Wasteland

der 2 Euro Krabbeltisch wartet schon
Wertung: 1.5/10
Genre: Heavy Rock Metal
Spielzeit: 61:8
Release: 26.10.2007
Label: S.M.C.

Und wieder einmal wird eine vermeintliche Undergroundperle wiederveröffentlicht. Es handelt sich um Zoser Mez`s Werk „Vizier Of Wasteland“. Das sagt euch nichts? Nicht schlimm, das dürfte auch den meisten im Jahre 1991 nichts gesagt haben, in diesem Jahr erschien nämlich die Scheibe im Original. Schaut man allerdings auf die Besetzungsliste, dann findet man da Hank Shermann und Michael Denner, welche einigen noch von Mercyful Fate bekannt sein dürften.

 

Wer hier allerdings ein Album im Mercyful Fate Stil erwartet, sollte diese Hoffnung besser ganz, ganz schnell und sehr, sehr tief begraben. Sänger Kenny Lubcke könnte eventuell von Bands wie Narita und Jokers Wild bekannt sein. Der Basser ist dann auch mir vollkommen unbekannt und hört auf den Namen Claus Weiergang. Dies könnte eigentlich schon an Informationen zu dem Album reichen, denn viel mehr Wissenswertes gibt`s eigentlich nicht.

 

Aber wollen wir mal nicht so sein. „Desert Of Deception“ groovt sich da als erstes durch die Lautsprecher. Selbst in den NWOBHM Hochzeiten in den Achtzigern wäre dieser Song wohl klar untergegangen. Recht schlecht produziert, schwankt man zwischen Heavy Metal und Heavy Rock. Kenny Lubcke`s Gesang ist recht hoch und ziemlich nervig , fast schon ein wenig quietscheentchenartig. Ziemlich lange hält man sich am 08/15 Anfängerriffing im Rhythmusbereich auf. Gähn!

 

„The Crimson Moon“ rockt ebenso uninspiriert drauflos und man kann von Seiten der Band sicher auch keine Inspiration aus den Siebzigern leugnen. Ein unsäglicher Chorus verstärkt das schlechte Gefühl im Magen.

Wenn man so will, ist „Another Time“ dann so etwas ähnliches wie ein Highlight, da man es schafft, zumindest das untere Mittelmaß zu erreichen, dies allerdings hauptsächlich durch die halbwegs passable Vocalline. Über das Solo decken wir besser das Mäntelchen des Schweigens.

 

Die nun aufgekommende Hoffnung wird dann mit dem unglaublich schwachen „Wasteland“ wieder zunichte gemacht. Da wird ja jede Proberaumband abgestraft, wenn sie sowas nach einem Monat ihres Bestehens abliefert.

„Mesmerization Eclipse” kann das natürlich nur unschwer überbieten, auch wenn ich es hier widerum nicht schaffe, einen positiven Gesichtsausdruck in meinem Gesicht zu finden.

 

„Street Heat Zoser” beginnt mit einen netten Riff, welches aber recht schnell von der zweiten Gitarre zugespielt wird. Schade, so hatte man sich das anbahnende Fiasko sparen können. Um es kurz zu machen, der Rest der Scheibe ist ähnlich schwach geraten. „Electtizm“ ist sehr zügig, aber absolut ausdruckslos geraten. Die zweite Auflage von „Wasteland“ hat zwar einen etwas druckvolleren Sound, kann aber die Schwäche beim Songwriting nicht ausmerzen.

 

„The Crimson Moon 2“ bsteht die Qualitätsprüfung ebensowenig. „Another Time 2“ kann durch den Sound noch etwas dazu gewinnen. Das etwas stimmungsvoll beginnende „Land Of Goshen“ entwickelt sich dann aber zu einem zumindest akzeptablen kräftigen Rocker ohne Gesang. „Destiny“ kann sich dann zumindest dem unteren Mittelmaß nähern, wenn auch nicht erreichen.

 

Fazit: Aus Umweltschutzgründen hätte man auf die Wiederveröffentlichung verzichten sollen. Die Materialien, die zur Produktion der CD benötigt wurden, rechtfertigen deren Verbreitung nicht. Selbst für 2 Euro auf dem Krabbeltisch kann ich nur eine klare, uneingeschränkte „Nicht Kaufen“ Empfehlung geben. Da hilft dann auch das Instrumental „Land Of Goshen“ nichts.

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