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Zombieslut: Undead Commando

Musikalisch kann man nicht meckern
Wertung: 7,5/10
Genre: Old School Death Metal
Spielzeit: 58:28
Release: 05.11.2015
Label: Rotten Roll Rex

Die Sinsheimer Formation Zombieslut ist mittlerweile im Rhein-Neckar-Kreis und auch darüber hinaus wohlbekannt für ihren gnadenlos stampfenden Death Metal. Dabei orientieren sich die Vier an der alten Schule, lassen jegliche Schnörkel beiseite und geben sich ganz dem Namen entsprechend zumindest textlich am liebsten dem Thema Zombies, Sex und Gewalt hin.

Wurde das 2010er Debüt „Braineater“ noch selbst aus dem Boden gestampft, dürfen die Herren um Sänger Frank sich mittlerweile zu den glücklichen Bands zählen, die bei Rotten Roll Rex untergekommen sind – mit internationalen Kollegen wie Rectal Smegma, Rompeprop oder Gutalax ist die Truppe in bester Gesellschaft. Entsprechend erbarmungslos gehen Zombieslut auf „Undead Commando“ zu Werke: Schon der Opener/Titeltrack verheißt mit eingespielten Flüster-Samples und Kriegstrommeln im Intro nichts Gutes, Sänger Frank steigt mit abgrundtiefen Growls ein, die Instrumentalfraktion sägt sich lässig durch die Boxen – dabei halten sich die Herren hier fast noch zurück, es wird jede Menge Pogo- und Headbang-Stoff geboten (sogar mit einer kleinen aber feinen, dumpfen Melodie im Hintergrund).

Überhaupt legen die Sinsheimer Wert auf Abwechslung, alles im Rahmen des Old School Death Metal, versteht sich. Da wälzen sich schleppende Midtempo-Nummern à la „Necromorph“ aus den Boxen heraus, während ein fies daher rasender Track wie „Lobotomizer“ den Staub aus den Hirnfalten pustet und seinem Namen damit alle Ehre macht.

Dass mit Titeln wie „Penetrator“ oder „Living Corpse“ alle Klischees bedient werden, stört hier sicherlich weder Band noch Fans. Immerhin: Zombieslut sind schon einige Zeit im Gewerbe tätig und beherrschen sowohl Instrumente als auch Publikum live ziemlich gut. Bitterböse schleppt sich da „Voidbringer“ durchs Gebüsch, Franks Vocals hätten zur Synchronisierung einer ganzen „The Walking Dead“-Folge gereicht und Drummer Hamdi und Gitarrist Joe schlagen sich durch beinah doomige Gefilde.

Diese Ruhe bleibt natürlich nicht lange bestehen, wird doch beim folgenden „Penetrator“ schon wieder der Knüppel aus dem Sack und die Growls auf die Menschheit losgelassen, gegen Ende peitschen sich die Bandmitglieder zu immer schnellerem Sound hoch, bevor eine Vollbremsung eingeschlagen und mit dem finalen „Decayed Messiah“ wieder ein bisschen das Bremspedal genutzt wird.

Insgesamt wird die Platte sicherlich mit der Zeit ein wenig monoton – bei Old School Death Metal hat man als Band eben doch nur einen begrenzten Handlungsspielraum und den schöpfen Zombieslut hier so ziemlich aus. Im Grunde wird hier eine Hommage an die ganz Großen zelebriert, dabei versuchen die Sinsheimer sich aber glücklicherweise nicht im Abkupfern. Musikalisch gibt es nichts zu meckern, wochenlang rotieren wird die Platte aber zumindest bei mir nicht.  

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