Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Zombieslut: Massive Lethal Flesh Recovery

Die neuen Tracks fügen sich nahtlos ein
Wertung: 8/10
Genre: Old School Death Metal
Spielzeit: 23:10
Release: 03.12.2016
Label: Zombification Media

Gerade mal Ende 2015 haben die Sinsheimer Zombieslut ihr letztes Full-Length-Album “Undead Commando” rausgebracht, nun folgte noch im Dezember 2016 schon die EP “Massive Lethal Flesh Recovery”, um die es hier gehen soll. Wenn man nun weiß, dass die Truppe am neuen Album „Death Propaganda“ feilt, macht das EPchen schon mehr Sinn; die Wartezeit soll hier verkürzt werden, so gut sorgen die Zombiefreunde also für ihre Fans.

Auch hier wieder dasselbe Spiel wie immer: Old School Death, geradeaus auf die Schnauze, bisschen dumpf produziert, aber das passt ja durchaus sowohl zum Sound im Allgemeinen als auch zu Fronter Franks wahnsinnig tiefen Growls. Dabei haben es mit „Lord Of Eternal Pain“ und „Victims Of The Lie“ genau genommen eigentlich nur zwei brandneue Tracks auf das Scheibchen geschafft, die restliche Tracklist entstammt dem mittlerweile auch schon fast sieben Jahre alten Debütalbum „Braineater“ und wurde für das Mini-Release schlichtweg neu aufgenommen. Um das Ganze ein bisschen reizvoller zu machen, ist die physische CD im Jewel Case limitiert auf 100 Stück, zu erwerben bei den Konzerten der Truppe.

Für Zombieslut-Fans ist „Massive Lethal Flesh Recovery“ also sowieso ein Muss, an Death-Metal-Fans im Allgemeinen sollte die EP aber auch nicht sang- und klanglos vorübergehen und das nicht nur wegen des bombastischen Albumtitels. Auch Tracks wie das knallharte „Lycanthropic Funeral“ dürften ein sicherer Garant für zerschmetterte Zähne und gezerrte Nacken sein, im Refrain wird ein bisschen Tempo rausgenommen, was den Song nur umso bedrohlicher erscheinen lässt.

Wie eine Dampfwalze fegt auch das nachfolgende „Lord Of Eternal Pain“ – einer der neuen Tracks – durch die Boxen, im direkten Vergleich ist keinerlei Stilbruch spürbar, die beiden neuen Songs fügen sich perfekt ein. Das kann man jetzt so deuten, dass Zombieslut stetig dasselbe zocken oder dass die Truppe sich schlichtweg treu geblieben ist und eben den Stil gefunden hat, der am besten passt und am meisten Laune macht; ich plädiere stark für Letzteres. Nun ist der Gesang bei „Lord Of Eternal Pain“ mit ordentlich Hall versehen, was natürlich noch mal den Gruselfaktor steigert – quasi wie aus den Katakomben der Hölle tönt Frank zu uns herauf, insgesamt bewegen wir uns in entspanntem Headbangtempo, gegen Ende feuert die Truppe dann noch mal aus allen Rohren, allen voran Drummer Hamdi, der hier regelrechtes Sperrfeuer eröffnet und einen Wahnsinnsdrive entwickelt.

Am Ende der Tracklist steht dann der zweite neue Song „Victims Of The Lie“, der sich ebenso nahtlos einfügt wie sein Vorgänger; auch hier wird zum Teil mit ordentlich Hall gearbeitet, die bitterböse Grundstimmung bleibt, eigentlich witzig wenn man die gute Laune bedenkt, die normalerweise bei einem Zombieslut-Gig vorherrscht. Gute Laune macht sich auch beim Hören von „Massive Lethal Flesh Recovery“ breit – da kann man nichts beanstanden, die Platte macht Spaß; das Rad wurde natürlich nicht neu erfunden, aber in einer Welt, in der jeden Tag Dutzende Subgenres und neue Bands aus dem Boden sprießen, muss man das auch wirklich nicht verlangen. Wir freuen uns schon mal auf „Death Propaganda“ und schwenken die Pommesgabel.

comments powered by Disqus

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen