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Zombiefication: Reaper's Consecration

Zwar einigermaßen solide, aber alles andere als spannend
Wertung: 5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 25:58
Release: 30.04.2012
Label: Pulverised Records/Chaos Records

Öfter mal erreichen uns CDs von spanischen oder portugiesischen Bands, aber aus Mexiko hört man doch nur alle naslang etwas zum Thema Metal. Die Herren von Zombiefication widmen sich, ganz richtig, dem Thema Untote und Horror und bringen das alles in einem rotzigen Death-Metal-Gewand unter. Unter diesem Banner hat die vor drei Jahren gegründete Chaostruppe bereits im Gründungsjahr das „Stenching…“-Demo und ein Jahr später die erste Full-Length-Scheibe „Midnight Stench“ auf die Todesmetall-hungrige Fangemeinde losgelassen. Was fehlt da noch? Richtig, eine EP – selbige bereits im April erschienen, trägt den Namen „Reaper’s Consecration“ und wurde via Pulverised respektive Chaos Records veröffentlicht, was irgendwie auch zum Sound der Mexikaner passt, denn die legen auf „Reaper’s Consecration“ einen leicht chaotischen Touch an den Tag.

An sich besteht die Truppe aus genau zwei Leuten, nämlich Sänger Mr. Hitchcock und Bassist/Gitarrist Mr. Jacko. Dass sich darauf live schwerlich aufbauen lässt, dürfte klar sein, also werden zu besonderen Gelegenheiten gerne mal die Kollegen Mr. Kim und Mr. Brain für die Gitarren und Mr. Hammer fürs Drumming mit ins Boot geholt. „Horrifying Mexican Death Metal“ nennen sie dann das Ganze – stimmt aber nur bedingt, denn richtig angsteinflößend sind die Jungs trotz ordentlicher Wut in den Knochen nicht unbedingt.

So eine EP mit fünf Songs und gerade einmal 26 Minuten Laufzeit ist doch schon recht schnell rum, da wundert es auch gar nicht, dass die ersten paar Durchläufe ein wenig an einem vorbeiplätschern. Dabei überrascht vor allem die Produktion, die doch recht straight und klar ausfällt. Mr. Hitchcock pendelt zwischen Death-typischen Screams und mehr oder weniger gerufenen Vocals, die aber fast mehr überzeugen können als der aggressivere Gesang.

„Death Rides“ kommt irgendwie so gar nicht aus dem Arsch, schreddert zwar zu Beginn sehr schön im Old-School-Stil durchs Intro, verliert dann aber massiv an Druck und irgendwann auch an Tempo. Da hilft auch das recht klassische Gitarrensolo nicht viel, im Gegenteil, wird hier der Song doch nur noch mehr ausgebremst. Da hatte der Opener „Dead Today, Dust Tomorrow“ doch schon etwas mehr Biss.

„Necrohell“ scheint eher zu überzeugen, verfügt es doch über ein ziemlich düsteres Leadriff, und auch sonst hält sich die Atmosphäre hier gleichmäßiger als bei den anderen Songs. Auch das Thema Groove steht hier wesentlich mehr im Vordergrund als beim Rest der Mini-Scheibe – schade, dass Zombiefication sich darauf nicht ein wenig häufiger berufen, denn grooven können die Mexikaner an sich ganz gut.

Auch das finale, schleppende „We Stand Alone“ hebt sich – ebenfalls durch das Mainriff – wohltuend von den restlichen Songs ab, aber so richtig geil und überzeugend kann man „Reaper’s Consecration“ insgesamt nicht finden. Mehr als fünf Punkte kann es für die einigermaßen solide, aber keineswegs frische oder aufregende Death-Platte hier nicht geben – dafür sollten sich alle Groove-Death-Fans aber zumindest mal „Necrohell“ reinziehen.

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