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Zombie Lake: Plaque Of The Undead

Roh, kantig und ein bisschen langweilig
Wertung: 7/10
Genre: Oldschool Thrash Metal
Spielzeit: 47:47
Release: 29.11.2013
Label: Iron Shield Records / H’Art

Die Zombies müssen mal wieder herhalten. Was den Black Metallern die Vampire, das sind den Deathern und Thrashern die armen Untoten. Kaum eine Thematik wurde im Metal so totgekaut wie Zombies. Dabei gibt es durchaus scherzhafte Formationen wie die Österreicher Zombie Inc., die dieser Thematik auf eher witzige Art und Weise neues (Nicht-)Leben einhauchen.

Die schwedisch-amerikanische Formation Zombie Lake nimmt sich auch den Untoten an. Mit rohen Thrashklängen werden die Wiedergänger erweckt und müssen ihr armseliges Leben zur Schau stellen. Verpackt sind die Geschichten in sehr rohe Melodien, die auch noch in einen stark nach Low-Budget-Produktion klingenden Sound gepackt wurden. Old-School-Sound quasi. So rumpelt die Scheibe, wenn erst mal im CD-Schacht verschwunden, mit „Blood! Blood! Blood!“ gleich mächtig los und zeigt, wo der Bartel den Most holt. Mit viel Geschnörksel wird sich nicht aufgehalten. Es gibt auf die Mütze, von der ersten bis zur letzten Sekunde. Damit kann man ganz gut Spaß haben. Die Songs bleiben schnell im Ohr und auch an den etwas zu ungeschliffen geratenen Sound gewöhnt man sich schnell. So vergehen die fast 48 Minuten Spielzeit wie im Fluge und man kann das Teil wieder von vorne starten. Mit der Zeit kristallisieren sich vor allem der Opener und „Blessed Are The Dead“ als richtig fette Stücke heraus, die es auch schaffen, länger zu begeistern. Denn hier sind wir schon beim großen Schwachpunkt des Albums. So eingängig wie die Musik auch ist, so schnell kann man sich daran satt hören. Es gibt kaum Spielereien, die es zu entdecken gilt. Von den Texten wollen wir mal gar nicht erst reden. Da könnte man viel weiter ausschweifen oder sich mehr thematisch spezialisieren. Was auch immer, es macht nicht viel Sinn, wenn der selbe Mist immer wieder rezitiert wird.

„Plaque Of The Undead“ ist kein schlechtes Album. Zum Gassenhauer reicht es aber auch nicht. Man merkt schnell, dass hier vier talentierte und erfahrene Musiker zusammenarbeiten und Spaß an der Sache haben. In ihrem Genre kennen sie sich aus, da gibt es keinen Zweifel. Deshalb ist der Silberling auch Old-School-Thrashern wirklich zu empfehlen. Für alle anderen wird es aber schwierig. Die Scheibe hat einen hohen Erosionsgrad und verliert nach einiger Zeit mit jedem Hördurchgang an Reiz. Das ist natürlich bei jeder CD so, aber hier geht es schon recht schnell. Einen weiteren positiven Aspekt kann man aber der Platte dennoch abgewinnen, denn das Album gibt es tatsächlich auf Platte, also als Vinyl. Und durch eine Nadel transportiert und analog verstärkt macht der Sound garantiert doppelt Spaß.

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