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Zombie Inc.: Homo Gusticus

All Corpses Are Bastards!
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 39:00
Release: 26.04.2013
Label: Massacre Records

Als brutaler, blutiger und roher als die Vorgänger wird sie angepriesen, die neue Zombie Inc.. Die Star-Formation aus Österreich holt zum nächsten blutigen Schlag aus. Der Silberling hört auf den sehr geilen Namen „Homo Gusticus“ und macht einen interessanten ersten Eindruck. Das Cover und die Eckdaten (aufgenommen hat die Scheibe Martin Schirenc und gemastert hat Dan Swanö) lassen auf einen Kracher schließen. Die Spielzeit von 39 Minuten bei zehn Songs ist auch ok.

Was hat also „Homo Gusticus“ zu bieten? Die Truppe um Martin Schirenc (ex-Pungent Stench) und Wolfgang Rothbauer (Disbelief, Eisblut) veröffentlicht ein unterhaltsames Death-Metal-Album mit starkem eigenem Einschlag. Was mit dem Debütalbum „A Dreadful Decease“ so eigenständig begonnen wurde, wird nun konsequent fortgesetzt. Textlich sowieso, aber auch musikalisch wir die Verbindung sofort sichtbar. Allerdings ist auch eine Weiterentwicklung hörbar. Zombie Inc. klingen 2013 deutlich frischer (darf man das über eine Zombieband sagen?) und freier. Die Wiedergänger sind experimentierfreudiger geworden. Es gibt nur wenig sturen Death Metal, sondern in erster Linie viele abwechslungsreiche und nicht vorhersehbare Wendungen. Oft geht das Muster weit weg vom langweiligen, mathematischen Songwriting. Immer wieder lockern kleine Einspieler, Soli und Samples oder auch Variationen von Florian Musil am Schlagzeug die Lieder auf.

Oft verfallen die Lieder in einen schnellen, jedoch nicht turbulenten Lauf mit Double-Bass Salven („Ressurrection Guaranteed“ zum Beispiel), die live mit Sicherheit die Mosherfraktion zum Jubeln bringen wird. Viele Passagen sind praktisch nur zum Headbangen gemacht. Für den Opener „The Rocking Dead“ trifft das bei jeder Note zu. Mit einer fast beängstigenden Hartnäckigkeit rumpelt der Song beständig vorwärts und strapaziert gewaltig die Nackenmuskeln.

Doch Zombie Inc. können auch anders. Schon die zweite Nummer, „Cum Undone“ erweist sich als eine der oben schon beschriebenen abwechslungsreichen und ausgefallenen Nummern.

Wie schon zu erwarten war, kann sich der Sound sehen lassen. Etwas retro und trotzdem aktuell donnern die Riffs aus den Boxen. Die Bassdrum klickt schön, aber nicht zu viel und der Shouter steht nicht zu weit im Vordergrund. Langweilig? Kaum. Der Sound klingt insgesamt so verrottet und madig, wie man es von einer Zombietruppe erwartet. Hier klingt nichts modern oder steril. Infiziert und septisch sind die Schlagwörter.

„Homo Gusticus“ ist ein tolles Album, das nur marginale Schwächen aufweist. Vorhanden sind sie trotzdem. Der größte Kritikpunkt ist aber eine Bitte. Wenn es schon mal eine Band schafft, abwechslungsreichen und attraktiven Death Metal zu spielen, der nicht schon hundert Trilliarden mal da war, warum sind diese Sahnestücke dann immer so verhältnismäßig kurz? Zwei, drei Lieder mehr hätten hier nicht geschadet. Ansonsten bleibt nur zu bemängeln, dass man den Bass oft nicht wirklich identifizieren kann - ein Metalproblem, das öfter vorkommt.

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