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Y825: Y825

Konsequenter Stilmix
Wertung: 6.5/10
Genre: Alternative Rock
Spielzeit: 31:45
Release: 21.08.2006
Label: ESP Records

Das vorliegende und zugleich auch selbstbetitelte Erstlingswerk des Alternative Rock – Quintetts Y825, stellt für mich ebenfalls ein kleines Debüt dar: Denn es ist nämlich jetzt das erste Mal für mich, dass ich eine Plattenbesprechung für eine Band aus der französisch sprachigen Schweiz verfasse...

Waren mir selbst bisher doch keine wirklich namhaften Formationen aus dieser idyllischen Region bekannt, so musste ich aber dann bei meinen allgemeinen Recherchen feststellen, dass der Schweizer Untergrund sehr wohl äußerst aktiv und Y825 eine DER vielversprechendsten Newcomer dieser Underground-Alternativszene sind!

Ein Beleg für diese Aussage, dürfte wohl auch die aktive Mitarbeit von Starproduzent George Marino sein, der m.u. schon bei Acts der Klassifizierung à la Coldplay, The Hives und Velvet Revolver erfolgreich mit Hand anlegte und somit jede Veröffentlichung zu etwas Besonderem werden ließ. Entsprechend durchdacht und mit Wiedererkennungseffekten behaftet fällt auch das Debüt von Y825 aus.

Zwar bringt die Band um Sänger und Texter Mike Haenni wirklich genügend Eigenkapital (sprich: Talent) mit, aber man merkt schon, wer letzten Endes über allem thronte und die Musikregler des Aufnahmestudios fest für sich vereinnahmte (und dies ist jetzt wirklich nicht negativ zu verstehen!).

Konsequent wird ein musikalisch wirklich sehr warmherziges und gemütliches Schrittempo geboten. Dessen lokales Spektrum sich auf eingängige Rockparts der Marke “Go away (if you want to stay free)“, sowie eher beschwichtigend und harmonisch anklingenden Alternative-Balladen der Sorte “Cheers“ und “Let me go“ beschränkt. Sozusagen ist die Balance zwischen „Party- und Kuschelmusik“ bei gerade einmal acht Songs wirklich nahezu komplett ausgeglichen und beschert seinen Hörern eine wirklich angenehme (sowie positiv unterhaltende) Kurzweil.

Womit wir auch schon beim eigentlichen Knackpunkt des Albums wären: Zwar wissen die abwechslungsreichen und direkt aus dem Leben gegriffenen Liedertexte wirklich gut zu gefallen (und ebenso deren jeweilige Umsetzung als entsprechend rockige, balladenhafte oder rein akustische Klangdarbietung), aber bei gerade einmal knapp 32 Minuten Spielzeit kommt man schon ins berechtigte Grübeln, ob es für dieses Release-Debüt nicht doch besser gewesen wäre, es als preiswertere EP auf den Markt zu bringen?

Die Laufzeit vergeht hier wirklich wie im Fluge und abgesehen von dem etwas zu theatralisch-weinerlichen Abschlusssong “Flying Horse“ weißt es keinerlei (Aus-)Brüche auf. Man zieht hier konsequent seinen bisher erprobten und erlernten Stilmix durch und geht somit in allen Belangen ganz auf Nummer sicher, was die „akustischen Hörgewohnheiten“ anbelangt.

Aber das ist im Grunde alles nicht gar so schlimm und ebenso nicht allzu eng zu betrachten. Die Herrschaften aus der liberalen Schweiz sind ja allesamt noch jung und haben alles erst noch vor sich. Und ich bin mir wirklich ganz sicher, dass man von Y825 noch so einiges (selbstredend im positiven Sinne!) hören wird. Abschließend möchte ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass man bei der abgedruckten Trackliste des Albums einiges verbockt hat. Oder um sich mal ganz verständlich auszudrücken: Die Reihenfolge der deklarierten Songs stimmt nahezu hinten und vorne nicht mit den wirklich auch gespielten Liedern der CD überein (und bei gerade mal acht Tracks ist das wirklich mal ein kleines Kunstwerk)! Die unten aufgelistete Trackliste stellt in diesem Falle aber die komplett richtige Reihenfolge dar.

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