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World Under Blood: Tactical

Gut, aber eintönig
Wertung: 5/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 33:07
Release: 05.08.2011
Label: Nuclear Blast

Was passiert wenn man den CKY-Gitarrist und -Sänger Deron Miller und Divine Heresys Schlagzeug-Raketengeschoss Tim Yeung ein Musik-Album produzieren lässt? Richtig, die Welt steht unter Wasser,... nein doch nicht, sie ertrinkt im Blut. World Under Blood nennt sich die Band aus Los-Angeles welche das Melodic-Death-Metal-Genre mit ihren musikalischen Ergüssen bereichern will.

Mit ihrem Debütalbum "Tactical" verpasst das Quartett in 33:07 Minuten dem völlig hilflosen Hörer in Lichtgeschwindigkeit eine Schelle nach der anderen, die alle gleichmäßig in Erinnerung bleiben. Nämlich (fast) gar nicht.

Der Opener "A God Among The Waste" ist ein rasender und einprägsamer Track. Der Übergang zwischen monströsen Growls und engelsgleichen Clean-Vocals ist der Band bestens gelungen. Melodiöses Tremolopicking trifft auf rasantes Drumming und endet mit einem ruhigen, fast an Cynic erinnernden Part. Die Produktion ist recht modern gehalten und drückt ordentlich. Jedes Instrument ist gut herauszuhören, die Gitarren klingen klar, kraftvoll und sauber. Einzig der Drumsound ist etwas zu steril geraten. Song Nummer zwei, "Into The Arms Of Cruelty", ist auch ein ziemlich schneller Song, der vom Tempo her nicht ganz mit Song Nummer eins mithält. Kein schlechter Track, doch bereits jetzt lassen sich Parallelen im Songwriting ausmachen. Ein typisches Melodeath-Riff, dem es etwas an Eigenständigkeit fehlt, schnelles Drumming und ein relativ eingänger Refrain. Dafür gibt's diesmal zwei Soli.

Song Nummer Drei „Pyro-Compulsive“, mit den superfixen Drums, ähm… könnte man eigentlich auch genauso beschreiben wie die ersten beiden Songs zuvor. Es mangelt einfach an Abwechslung. Und ja, die darauffolgenden Songs erhalten dieselben schon genannten Adjektive.

Es scheint, dass die Band ihre Songs fast alle nach ein und demselben "Rezept" aufgebaut hat. Schöne Riffs und nette Melodien, den bereits erwähnten passenden Wechsel zwischen Growls und cleanem Gesang und dem fast immer gleich klingenden Blastbeat. Tim Yeung, welcher 2004 den zweiten Platz bei dem Wettbewerb der schnellsten Schlagzeuger der Welt belegte, beweist auch in diesem Album, dass er fähig ist schnell zu trommeln. Doch Schnelligkeit ist nicht alles und so klingen speziell die Drums allgemein betrachtet recht monoton und teilweise auch nach ziemlich sterilem Drumsound à la Drum-Computer.

Wenn man die Hoffnung schon fast aufgegeben hat, reißen World Under Blood zum Schluss jedoch ein letztes Mal die Bremse auf dem Weg der Monotonie und steuern einem klasse Track, der sich „Revere's Tears“ nennt, entgegen. Nach melancholisch-schönem Gitarrenenanfang folgt kurze Zeit später der ziemlich überraschende Abtanz-Part des Songs. Immer noch schnell und melodisch, einem fetten Solo und nicht einfach so dahingelallt und durchschaubar. „Revere's Tears“ unterscheidet sich einfach von den anderen Liedern. Wie schade, dass sich der Rest des Albums nicht so frisch und abwechslungsreich anhört wie eben letzter Song. Der krönende Abschluss sozusagen.

Fazit: Es gibt keinen wirklich schlechten Song, der es zu Unrecht aufs Album geschafft hat. Die Songstrukturen ähneln sich nur leider viel zu oft viel zu sehr. An sich findet man auf der Scheibe gute moderne Melodeathsongs, im Albumkontext jedoch betrachtet ist das Ganze etwas sehr abwechslungsarm.

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