Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Wolfborne: In The Beginning...

Die Quintessenz des Rock in einem Album
Wertung: 9/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 40:16
Release: 26.09.2014
Label: Kavorka Records Inc.

Nicht weniger als eine neue Definition des modernen Rockgenres war und ist das Ziel von vier Jungs aus Nordamerika. Zu diesem Zweck gründeten sie die Band Wolfborne und veröffentlichten das vorliegende Album. Mal hart, mal zart wird auf der Scheibe Musik gemacht und so ein Querschnitt des Rocks abgebildet. Die vielseitig eingesetzten Instrumente, zusammen mit einem wandlungsfähigen Gesang, bilden hierbei das Fundament, auf dem sich alles aufbaut.

Der Zuhörer bekommt keine Zeit, sich einzugewöhnen, es geht direkt zur Sache. Die Gitarre schreit, in „Livn´The Life“, direkt los und das Tempo, das sie vorlegt, ist hoch. So entsteht ein harter schneller Rock, der Vieles mit seinem Kind, dem Metal, gemeinsam hat. Schnelle, harte Riffs und Drums zusammen mit einem Gesang, der sich zwischen Schreien und Klarheit bewegt, als wäre es ein und dasselbe. Aber Tempo ist nicht alles, was die Jungs drauf haben. Sie können auch langsamer und filigraner, was sie in „Sex Sells“ und „Funky Town“ auch direkt beweisen. Das Tempo wird etwas gedrosselt, aber dafür werden viele Kleinigkeiten eingebracht, welche auch noch das Letzte aus dem Genre herausholen. Daraus entsteht ein Sound im harten und gleichzeitig auch warmen Gewand, der vor allem eins ist: sexy. Mit der Nummer Fünf wird der Zuhörer dann durch einen sehr ruhigen Gesang, der in einem Bett aus sanften Akustikgitarren und Keyboardklängen liegt, zum Träumen eingeladen. Aber wer denkt, das war es schon, der liegt falsch. In der zweiten Hälfte drehen sie nochmal am Power-Regler und die E-Gitarre übernimmt das Kommando, allerdings ohne die Harmonie des Songs zu zerstören. Die harten Riffs passen sich erstaunlich gut ein und vervollständigen so das Bild. Ganz ähnlich zeigt sich „Stranger“: Etwas zurückhaltende Instrumente und ein warmer Gesang, untermalt von den pulsierenden Drums, bilden hier die Grundlage, zwar unterbrochen von etwas härteren Passagen, aber immer leicht vor sich hin gleitend. Den Abschluss macht dann eine Unplugged-Version von „Let It Rain“. Das ist etwas, das ja immer eine Herausforderung darstellt, definiert sich der moderne Rock oder auch der Metal doch vor allem durch seine -E-Instrumente. Aber auch hier schaffen es Wolfborne, das richtige Mittelmaß zu finden. Die Akustikgitarre, der Bass und die Drums bilden mit dem Gesang eine perfekte Einheit, so dass sich die wahre Stärke dieser vier Musiker zeigt. Es bildet einen passenden Abschluss eines hervorragenden Albums.

Ob die Band das Genre neu definiert hat, müssen spätere Generationen entscheiden. Was sie auf jeden Fall geschafft, haben ist ein großartiges Debüt hinzulegen. „In The Beginning...“ vereint einfach alles, was den Rock ausmacht: Harte Riffs, pulsierende Drums, einen lebendigen Bass und einen sehr abwechslungsreichen Gesang. Ob nun schnell, langsam, hart oder zart, Wolfborne schaffen es in jedem Lied, auf ganzer Linie zu überzeugen und haben wahrscheinlich eins der besten Debüt-Alben dieses Jahres geschaffen. Hier wird eigentlich jeder fündig vom headbangenden Metalhead bis zum Kuschelrocker.

comments powered by Disqus

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen