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Whispers In The Shadow: Into The Arms Of Chaos

Wer hier normalen Gothic Rock erwartet, liegt jedoch falsch
Wertung: 6.5/10
Genre: Dark Trip Wave
Spielzeit: 63:16
Release: 24.10.2008
Label: Dark Dimensions

Nach fünfjähriger Schaffenspause trennte man sich von Trisol und gab erst 2007 wieder ein Lebenszeichen von sich – ein Live-Album, das über Alice In… veröffentlicht wurde, woraufhin zwei Re-Releases nachgeschoben wurden. 2008 folgt dann dass neue Studio-Album, aber weder über Trisol noch über Alice In…, sondern über Echozone. Wieder einmal soll auf dieser CD Dark Trip Wave geboten werden. Auf einen „Dark Trip“ begibt man sich hier in der Tat, aber im positiven oder im negativen Sinne?

Vermutlich von beidem etwas - der Opener „The Arrival“ besticht vor allem durch das Schlagzeug, welches gelungen die Toms strapaziert und an den richtigen Stellen die Bassdrum attackiert. Die Riffs sind zwar nicht großartig ausgefallen, passen aber gut zum Song und verleihen ihm gemeinsam mit den elektronischen Spielereien eine recht düstere Atmosphäre. Einzig mit der Stimme des Sängers Ashley Dayour kann ich mich nicht so recht anfreunden, da sie besonders im Refrain – und nicht nur in diesem Song – weder als Gesangsstimme, noch für Growling oder andere Methoden eingesetzt wird, sondern viel mehr lediglich zu rufen scheint.

Besonders deutlich wird dies bei „Damned Nation“, ein entsetzlicher Song, der sich durch einen total langweiligen Schlagzeugbeat, einen viel zu penetranten Basslauf, der vor allem in den Versen zu wenig Groove besitzt und daher zu monoton daherkommt, und sehr nervige Synthesizer auszeichnet. Über allem natürlich immer das „Rufen“ des Sängers.

Mir persönlich ist es schleierhaft, warum der Gesang immer so melodielos ausfällt, denn Mr. Dayour kann durchaus sehr schön singen, wie er es bei „The Nightside Of Eden“ angenehm demonstriert, einer Pianoballade mit sehr stimmungsvollen Chören im Hintergrund, die den Hörer auf einen intensiven „Dark Trip“ entführen. Außerdem bietet die CD noch zwei Instrumentals, „Confessions“ und „(R’hley 1331)“ sowie einen letzten Song von 13 Minuten Länge: „Down By The Sea“. Dieser überzeugt vor allem durch den kraftvollen und voluminösen Klang der Gitarren und den starken Sounds des Schlagzeugs.

Wer man auf geheimnisvolle Klänge steht und dabei der Aspekt toller Melodien für einen nicht so wichtig ist, dem kann man „Into The Arms Of Chaos“ reinen Gewissens empfehlen. Wer hier normalen Gothic Rock erwartet, liegt jedoch falsch und sollte lieber nicht blind kaufen, sondern erst über myspace etc. in die CD reinhören und dann entscheiden, ob man eine Scheibe mit 11 Songs, von denen zwei instrumental sind und eventuell einigen nicht gefallen, wirklich kaufen will. Ein schwerwiegendes Argument, das für einen Kauf spricht, ist das Cover-Artwork, welches wirklich großartig gelungen ist und zudem aufgrund der Mystik, die es ausstrahlt perfekt zu der Musik passt.

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