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Whipstriker: Black Rose Killz 7"

Brasilianischer Rumpelmetalpunkcrust
Wertung: 7/10
Genre: Punk/ Heavy Metal/ Hard Rock/ Crust
Spielzeit: 10:47
Release: 27.06.2014
Label: Dying Victims Productions

Feingeister wohl ausgewogener Produktionen brauchen hier gar nicht mehr weiterlesen, denn genau dafür steht das Einmann-Projekt Whipstriker mit Bandkopf Victor erst einmal so gar nicht. Hier wird rumpeln noch richtig ernst genommen, der rohe Punk trifft auf metallische Spuren und dürfte so gerne immer wieder gerne an frühe Venom erinnern, was auch durchaus Absicht ist.

Mit „Black Rose Killz“ liegt also die aktuelle 7" vor, wobei der Brasilianer auf eine rühriges deutsches Kleinlabel zurückgreift – was auch wohl nicht die einzige Kollaboration bleiben wird. Bewusst sollte man sich dabei machen, dass man da schnell den Whipstriker-Anschluss verlieren kann, ist es doch in diesem Jahr schon die dritte Single, denn bereits veröffentlicht sind in 2014 auch die beiden Split-7" mit Extirpation sowie Apokalyptic Raids, und mit Slaughter Command kündigt sich auch schon wieder eine neue Split-7" an. Und wer mal schnell einen Blick auf die bisherige Discographie wirft, der wird von den ganzen Split-Releases, Demos und EPs erschlagen; zwei Full-Length-Scheiben gehören ebenfalls zum Whipstriker-Kosmos.

Vorliegende Single „Black Rose Killz“ hat dann auch noch einen erotischen Hintergrund, sind die drei Tracks doch dem belgischen Pornosternchen Laure Rosenoire gewidmet, die als 26-Jährige seit 2013 dem Hardcorebusiness weitere weit spreizende Schenkel zur Verfügung stellt (manchmal kann doch auch Recherche richtig Spaß machen; Anm. d. Red.) und sich auch kurz unter der „Knute“ von Victor himself befand – ergo autobiografische fast elf Minuten.

Geboten werden drei dürftig produzierte, wirklich arg rumpelnde Tracks, die allesamt komplett von Victor eingespielt wurden. Der Opener „Her Fire, Hell Fire“ punkmetallt sich dann ganz derbe wie eine Mischung aus alten Venom meets GBH durch die Lauscher, „Black Rose Killz“ rumpelt im ähnlichen Gewand von dannen und rollt in venomscher Manier ohne große Tempowechsel. Victor setzt auch nicht auf perfekt arrangierte Gesangsarrangements, was mit seiner kehligen Umsetzung auch nicht möglich wäre – vielmehr wird hier genretypisch eher monoton dahergekrächzt. Mit „Cruel Savagery“ kommt dann auch eine ordentliche Portion Crust zum Einsatz, monoton bollern die Drums im geschwinderen  Rhythmus und keine zwei Minuten später ist die Barbarei auch schon vorbei.

Zu sichern ist das Vinylscheibchen via Dying Victims Productions für 'nen schmalen Fünfer oder aber demnächst auf Tour, denn Whipstriker lassen sich im November im deutschsprachigen Raum blicken und sollten da das eine oder andere Exemplar auf dem Gabentisch liegen haben.

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