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We Are Killing Ourselves: The Road Of Awareness

Brutales aus Portugal
Wertung: 8.5/10
Genre: Death Metal / Thrash Metal
Spielzeit: 53:54
Release: 02.06.2011
Label: Rastilho Records

Portugal fällt einem nun wirklich nicht als erstes Land ein, wenn man nach der Heimat guter Metalbands sinniert. Bei längerem Grübeln kommt man dann in der Regel auf Moonspell, ohne Frage das Aushängeschild der portugiesischen Szene. Das es damit nicht getan ist, ist eigentlich klar. In dem Land am Atlantik hat sich eine metallische Szene gebildet, die selbst immer mehr Bands hervorbringt, die sich auch international behaupten können. 

Eine dieser Bands ist We Are Killing Ourselves, kurz W.A.K.O genannt. Die Band, die dieses Jahr zehn Jahre alt wird, bringt nun mit „The Road Of Awareness“ ihr zweites Studioalbum auf den Markt. Ihren Musikstil bezeichnet die Band als Death Thrash Metal. Das ist auch richtig, allerdings handelt es sich um eine sehr moderne Variation, die eigentlich grundlegend erst mal gar nicht nach beiden genannten Genres klingt, sondern vom Sound her eher im Bereich Nu-Metal angesiedelt ist. Die Songstrukturen weisen den Weg zurück zu den klassischen Genres. Die Musik der Gruppe ist hart und kompromisslos. Brutale Riffs treffen auf heftigste Growls. Und das alles in einem sehr sterilen, kalten und mechanisch klingenden Sound. Frontmann Nuno Rodrigues brüllt sich regelrecht die Seele aus dem Leib. Er kann aber auch ganz gut clean singen. Das beweist er unter anderem beim letzten Song auf der Scheibe, „Coronation Of Existence“. 

Doch nicht nur der Shouter ist qualitativ hochwertig unterwegs, auch die Instrumentenfraktion glänzt mit hohem technischen Standard. Alles ist recht akkurat gespielt und die Musik lebt von all den Stopps, den Breaks und den Solospielereien. Drummer Bruno Guilherme spielt einen recht aufwändigen Stil, der sich hervorragend in die Musik der Combo einfügt. Das die Produktion soundtechnisch nicht schlecht sein kann wird einem bewusst, wenn man liest, wer beim Recording an den Knöpfen gedreht hat. Aufgenommen hat die Scheibe Daniel Cardoso. Dieser hat unter anderem auch schon Heavenwood produziert. Stattgefunden hat das Recording in den Ultrasound Studios in Braga/ Portugal. Interessanter wird es jetzt beim Mastering. Das hat nämlich kein Geringerer als Josh Wilbur, der auch schon Platten für HatebreedStaind und Lamb Of God gemacht hat, erledigt. So erklärt sich in erster Linie schon einmal der harte, aber brillante Klang des Rundlings. Die Stimmung des Albums kann man nur als äußerst wütend und aggressiv bezeichnen. Das liegt wieder zum großen Teil an den mächtigen Shouts des Fronters. 

Ein Manko gibt es aber. Bis auf den letzten Titel der Scheibe klingen alle Songs sehr ähnlich. Gut, keine Frage, aber eben ähnlich. Bei einer Laufzeit von einer knappen Stunde kann das schon ein wenig zum Problem werden.  Zu empfehlen ist die Scheibe Fans von Lamb Of God und Konsorten. Die Musik knallt wirklich und ein Blick über den Tellerrand kann nun sicherlich auch nicht schaden.

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