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Waves Like Walls: Brain As A Weapon

Es fehlt noch die Würze
Wertung: 6/10
Genre: Metalcore, Hardcore
Spielzeit: 10:15
Release: 25.07.2013
Label: 10th Legion Records

Waves Like Wallssind ein ganz gemeiner Haufen. Damit jeder, der die Band nicht persönlich kennt, es ganz besonders schwer hat, die Musiker auseinanderzuhalten, haben sich neben einem Timo (Drums) gleich zwei Michaels (Vocals und Gitarre) und ebenso viele Florians (Bass und Gitarre) ins Line-Up gemischt. Der gemeine Leser und auch die Band sollen sich also bitte nicht wundern, wenn hier solche Ausdrücke wie „Bass-Florian“ erscheinen.

Aber von vorne: Die Truppe aus Ingolstadt hat sich erst im letzten Jahr formiert und stellt nun mit „Brain As A Weapon“ ihre erste EP vor. Hardcore mit Metalcore-Einflüssen soll es geben, jede Menge 2-Step und Breakdowns – da kann man sich schon vorstellen, wie die ganzen Pseudo-Ninja-Kids vor der Bühne herumhampeln. Aber dafür kann die Band ja nichts, lassen wir uns also nicht von diesem Bild ärgern, auch wenn wir im Geiste schon mal die Ellenbogen ausfahren und uns bereit machen, dem ein oder anderen minderjährigen Konzerthopper ein Beinchen zu stellen.

Optisch macht „Brain As A Weapon“ schon mal richtig was her, ein schönes Cover ist ja die halbe Miete, gibt es doch genug Menschen, die sich CDs nach der äußeren Optik kaufen. Musikalisch starten die Herren zumindest auch mal ganz ordentlich mit dem knapp über eine Minute langen „Will We Stand There Silent?“, das insofern Pluspunkte sammelt, weil sich hier gar nicht lange instrumental aufgehalten, sondern gleich losgelegt wird. Übergangslos geht es mit dem Titeltrack weiter - Michael am Mikro überrascht und überzeugt mit ordentlichen Schreien, und ja, es gibt auch Breakdowns – die machen aber gar nicht mal so viel her wie die melodische Leadgitarre, die irgendwann auftaucht. Ein schöner Einstieg, bei dem man aber schon so ein bisschen damit rechnet, dass größere Überraschungen eventuell ausbleiben werden.

Immerhin, die Jungs haben ordentlich Wut im Bauch. „You’re Not A Hero“ besticht zwar durch ordentlich Zorn, kommt ansonsten aber nicht über den Durchschnitt hinaus. Da die EP aus nur vier Tracks besteht, nähert sich die Spielzeit mit „Family And Friends“ dann auch schon dem Ende – hier wird sich schleppend vorwärts gehangelt und obwohl Richtung Refrain dann Tempo angezogen wird, startet der Track einfach eine Spur zu schwerfällig.

Einen guten Start haben Waves Like Walls mit den ersten beiden Tracks hingelegt, dann schien ihnen ein bisschen die Luft auszugehen – technisch auf gutem Niveau müsste songschreiberisch aber noch ein bisschen mehr kommen, um „Brain As A Weapon“ längerfristig im Gedächtnis zu behalten. Trotzdem: Schöne Instrumentalparts gibt es einige und auch über die Vocals kann man nur insofern meckern, dass ein wenig mehr Abwechslung nicht schaden könnte.

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