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Unveiling The Skies: Beyond These Horizons

Interessante Elemente
Wertung: 7/10
Genre: Metalcore, Post-Hardcore
Spielzeit: 38:17
Release: 27.07.2012
Label: DNS Entertainment

Unveiling The Skies machen, ohne es zu wollen, bei der Schreiberin dieser Zeilen gleich etwas durchweg richtig: Das Albumartwork der Debütscheibe „Beyond These Horizons“ vereint nämlich so ziemlich alle Lieblingsfarben, von den dunklen Lilatönen auf Front- und Backcover, bis zu den Grün- und Türkisschattierungen der Unterwasserwelt im Inneren der Hülle. Der erste Eindruck zählt nicht alles, aber doch einiges, und so gibt es für die Aufmachung direkt mal ein kleines Pluspünktchen im Geiste.

Via dem noch reichlich unbekannten Münchner Indie-Label DNS Entertainment kommt das Erstlingswerk der Fünfertruppe daher – irgendwo zwischen Post-Hardcore und Metalcore könnte man die Scheibe einordnen, aber so richtig zufrieden wäre man damit trotzdem nicht. Da kann nach dem Intro mit „Awake“ direkt ordentlich Boden gut gemacht werden, schließlich findet sich hier ein echt geniales Metalcore-Intro, inklusive allem was das Core-Herz begehrt – geniale Screams, Gangshouts, kreischende Gitarren und ein bisschen Melodie. Shouter Busty K hat wenig Mühe, den Song hochzupushen, wobei man sagen muss, dass dagegen die klaren Vocals von Gitarrist Dean beziehungsweise Basser Goss doch ziemlich abstinken. Trotzdem: ein Wahnsinnseinstieg!

Ähnlich positiv fällt „Oceanize“ ins Auge – weniger Gebrüll, dafür mehr gerufene Vocals, die den Post-Hardcore-Aspekt ein wenig verstärken und vor allem rechtfertigen. Bisher hatte man davon ja noch nicht allzu viel gesehen. Hier passt dann auch der klar gesungene Refrain, der absolut phantastisch mit den Gitarren harmoniert. Eine leichte Gänsehaut zieht sich über Arme und Beine, sobald die Clean Vocals starten – so muss das sein, da kann man sich auch als Schreiberling mal zurücklehnen und zwei-, dreimal zurückspulen. Und dabei ist die Abmischung nicht mal so richtig optimal – man kann sich also vorstellen, wie der Song klingen würde, wenn hier alles absolut perfekt abgemischt wäre. Obwohl: Vielleicht muss es das ja gar nicht sein.

„Think Before You Die“ ist dann so ein Track, der zwar richtig interessant anfängt und auch zwischendurch seine Lichtblicke hat, aber insgesamt eher an einem vorbeiplätschert. Der klare Gesang klingt etwas verschnupft, die Tempowechsel bei weitem nicht so flüssig wie zuvor. Ganz ähnlich verhält es sich dann leider auch mit dem folgenden „Closure“.

An sich wäre das das Ende der Scheibe, wenn Unveiling The Skies nicht noch zwei Bonustracks dazu gepackt hätten. Nummer eins ist eine Akustikversion des an und für sich recht punkig-rotzigen „My Life In Ink“ – allen Tattoofreaks dürfte der Song aus der Seele sprechen, selbst im akustischen Gewand hat der Song zwar weniger Arschtrittpotenzial, kommt aber dennoch nicht schlecht rüber. Sehr untypisch für die Band erscheint der abschließende „Aural Imbalance Mix“ von „Closure“, der mit sehr fragilen Ambient- und Electroelementen daherkommt und die Vocals eigentlich nur im Hintergrund verschwimmen lässt. Wer ein bisschen auf diese Schiene steht, kann sich an dem bald sechs Minuten langen Track bestimmt erfreuen – sehr angenehm, sehr ruhig, genau richtig als Abschluss für solch eine Scheibe.

UTS sind zwar keineswegs die Vorreiter der nächsten Generation des Core, lassen aber in ihrem ersten Album einige Elemente einfließen, die nicht unbedingt gängig sind in diesem Genre und zaubern damit schon den ein oder anderen Anspieltipp auf die Tracklist. Ein bisschen störend kommt ab und zu der klare Gesang zum Vorschein, nicht immer mag das so recht passen, aber alles in allem kann „Beyond These Horizons“ sich als Debüt sehen lassen.

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