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Unleashed: Midvinterblot

"The longships are coming...again!"
Wertung: 8.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 46:21
Release: 06.10.2006
Label: Steamhammer/SPV

„Es gibt einen Haufen Bands, die Death Metal machen, aber nur wenige die wirklich Death Metal sind.“ Sehr schön gesagt, liebe Pirate Smile Productions. Zu Unleashed muss man nun wirklich nicht mehr viel sagen, denn nach sieben Alben und unzähligen Auftritten verfügt die Band schon über einen gewissen Bekanntheitsgrad. Von den Live-Qualitäten konnte ich mich erst vor wenigen Wochen beim Hellflame Festival überzeugen, wie sieht es nun also mit Studiowerk Nummer 8 mit dem schönen Namen „Midvinterblot“ (sprich: Midwinterblut) aus? Mit „Sworn Allegiance“ hat man im Jahr 2004 auf jeden Fall einen starken Vorgänger veröffentlicht.

Textlich gibt es das bewährte „Unleashed – Rundum – Paket“ sprich einmal wird der Death Metal gepriesen, den üblichen Herr der Ringe Text (mit „We Must Join With Him“ ist Sauron gemeint) gibt es oben drauf und natürlich die üblichen Wikinger Lyrics. Ja, ihr Amon Amarth Fanatiker, die wahren Nordmänner sind neben Mithotyn schon immer Unleashed gewesen. Musikalisch geht die Band selbstverständlich den bewährten Weg, denn wer wäre sie, die Fans mit irgendwelchen Experimenten zu schocken?! Eben, und so entscheiden immer Kleinigkeiten, ob ein Unleashed Album „nur“ gut oder eben ein Überflieger geworden ist. Gut fand ich den Vorgänger, begeistern tut mich schon seit dem ersten Hören „Midvinterblot“. Soweit es im Rahmen der Musik möglich ist, gehen Unleashed abwechslungsreicher vor, als beim letzten Album.

„Blood Of Lies“ zeigt wohin die Reise mit dem Drachenboot geht. Urtypische Riffs werden in schnellem Tempo rausgehauen, dass es nur so eine Freude ist. Ich finde auch, dass das Gitarrenspiel ein wenig variantenreicher geworden ist, was der Musik sehr gut tut. „This Is Our World Now“ und „We Must Join With Him“ (ein Highlight!) vollenden dann einen flotten Dreier zu Beginn (das Klimpern, was ihr gerade hört, kommt vom Geld, was ich ins „Phrasenschwein“ werfe). Der Titeltrack geht stark vom Tempo, pendelt sich im Mid-Tempo Bereich ein und verursacht akute Ohrwurmgefahr.

Leider sinkt das Qualitätsniveau danach etwas und pendelt sich erst wieder bei „The Avenger“ ein, was wieder durch die instrumentale Arbeit punkten kann. Lediglich das Drumming könnte abwechslungsreicher sein, aber bei diesen Krachern würde es möglicherweise auch stören, wenn es zu progressiv wird. „The Witch“ ist fast schon doomig geraten, da kann ich dem Infoblatt nur beipflichten. Ein interessante Facette im Sound der Band, die hoffentlich noch weiter ausgelotet wird.

Wirklich gelungen ist auch das sehr melodiebetonte Spiel im Mittelteil von „Loyalty and Pride“. Ja, mit solch einer Leistung kann sich die Band des Titels ihres Abschlusssongs sicher sein: „Valhalla Awaits“!

Und so endet eine wirklich überzeugende Scheibe der Urgesteine des Genres. Sicher, die anspruchsvollste Band werden Unleashed auch mit „Midvinterblot“ nicht werden, aber das ist ja bei ihnen noch nichteinmal negativ, wie ich finde. Sie gehen unbeirrbar ihren Weg und haben mit ihrem achten Werk nun sogar einen wirklichen Hammer eingespielt, der keinen Durchhänger hat. Sicher, einige Tracks sind stärker als andere, aber ein gewisses Level wird gehalten. Informationen über ein etwaiges Digipack und Bonustracks liegen mir zwar nicht vor, aber auch so erteile euch den Kaufbefehl. Ein ehrlicheres Stück Death Metal wird wohl vorerst nicht erscheinen. Ein kleiner Kritikpunkt soll aber nicht unerwähnt bleiben: Was ist denn das für ein Cover? Sicher, von der „Aussage“ her ist das klasse und sehr passend, aber schön gezeichnet ist das wirklich nicht (Wirkt eher, wenn man es vor sich hat). Da war Mjölnir auf dem letzten Cover schon cooler. Aber wen stören schon solche Kleinigkeiten?! „Midvinterblot“ rockt !!

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