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UFO: The Monkey Puzzle

Die Hardrocklegende fliegt wieder
Wertung: 7.5/10
Genre: Bluesiger Hard Rock
Spielzeit: 46:15
Release: 29.09.2006
Label: Steamhammer/SPV

Mit „The Monkey Puzzle“ kommt hier nun ein weiteres Lebenszeichen von der Rocklegende UFO. So richtig schön altmodisch rockt es da direkt zu Beginn mit „Hard Being Me“ los. Ein lupenreiner Hardrocker mit allen Attributen, die guter Hardrock braucht. Ein charismatischer Sänger (Phill Mogg) und Gitarren (Vinnie Moore + Paul Raymond), die nicht versuchen, jede ruhigere Sequenz des Songs lärmend auszufüllen. Vinnie`s Slide Gitarre ist ein Gedicht. Auch Pete Way (Bass) und Andy Parker (Drums) gehen mit genug Selbstbewusstsein ans Werk und versuchen nicht, alles niederzuknüppeln, um auf Teufel komm raus im Rampenlicht zu stehen. „Heavenly Body“ rockt so entspannt daher und verursacht trotzdem ein Kribbeln. Well done, boys.

„Some Other Guy“ besticht mit seinen perfekten bluesigen Gesangslinien. Blueslastiger Hardrock, wie man ihn in den 70ern an allen Ecken und Enden gehört hat, aber das in einem aktuellen Produktionsrahmen. Ja, das gefällt, auch wenn ich noch keinen absoluten Hit ausmachen konnte.

„Who`s Fooling Who“ beginnt akustisch, bevor die E-Gitarre das Riffing beginnt. Dass die Songs auf höchstem Niveau produziert wurden, versteht sich bei UFO natürlich von selbst. Garant dafür ist mal wieder Starproduzent Tommy Newton, der es sich mit der Band im Area 51 Studio bequem gemacht hatte. „Black And Blue“ besitzt leider keine größeren Hitqualitäten, wenn gleich es ein guter Song ist. Die jahrzehntelange Erfahrung der Band (Gründungsjahr 1969 - ein wirklich guter Jahrgang *Anmerkung Redakteur*) ist immer präsent.

„Drink Too Much“ beschreibt das Gefühl, wenn man sich vergangene Taten noch mal durch den Kopf gehen lässt. Äh, hiermit meine ich jetzt nicht so sehr den allgemeinen Würfelhusten, sondern die gedankliche Retrospektive des Erlebten. Eigentlich schon fast eine Ballade mit einer wunderschönen Leadgitarre.

Als siebter Song wird uns „World Cruise“ präsentiert. Tolle relaxte Gitarren und schöne Gesangslinien gibt es hier. Was will das alte Rockerherz mehr? Die schöne Portion Blues ist natürlich auch immer dabei und lässt schnell mal die Finger schnippen. „Down By The River“ und „Good Bye You“ führen den eingeschlagenen Weg fort. Hohe Qualität, aber leider ohne richtige Highlights. „Rolling Home“ stapft mal locker durchs Haus trotz der etwas sperrigeren Vocals. Als letzter Song wird uns „Kingston Town“ dargeboten.

Fazit: Dies könnte das technisch beste UFO Line-Up sein, das bisher existierte. Allein die Tatsache, dass niemand versucht, seine Egotrips auf der Scheibe auszuleben, ist schon toll. Es handelt sich hier wirklich um eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wer bluesigen Hardrock mag, sollte unbedingt reinhören und sich mal zwei Songs reinziehen. Wenn die gefallen, kann bedenkenlos zugegriffen werden, da alle Songs auf gleichem Niveau liegen. Daher kann ich auch keine gezielten Anspieltipps geben. Leider fehlen die richtige Höhepunkte. Ich denke, UFO werden mit diesem Album nicht viele neue Fans dazu gewinnen können, aber die alten Fans werden im 7. Himmel schweben.

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