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UFO: Seven Deadly

Guter, solider Hard Rock
Wertung: 8.5/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 46:36
Release: 24.02.2012
Label: Steamhammer/SPV

Zu den Rockern von UFO muss man nun wirklich nichts mehr sagen. Die Truppe, die ihren Höhepunkt in den siebziger Jahren erlebte, hat seitdem immer wieder gute Alben veröffentlicht und sich nie ganz aus der Livemusik zurückgezogen. Seit ein paar Jahren zeigt man wieder verstärkt Präsenz, was ein Auftritt auf dem Wacken Open Air und das Best-Of-Album „The Best Of A Decade“, auf dem sich auch Livenummern befinden, beweisen. Nun schlagen die Rocker wieder zu. „Seven Deadly“ heißt das neue Album, das nach dem als zu bluesig verschrienen „The Visitor“ auf den Markt kommt.

Diesmal ziehen UFO wieder deutlich an und zeigen, dass sie schon noch ganz schön rocken können. Mehrere Lieder auf der Platte sind dem straighten Hard Rock gewidmet. Darunter gleich die ersten beiden Nummern auf der Scheibe, „Fight Night“ und „Wonderland“. „Mojo Town“ geht sogar noch weiter. Die Nummer kann mit ihrem schweren Riff fast schon dem Heavy Metal zugeordnet werden. Stampfend schlägt das Schlagzeug zu und untermalt so den groovigen Song, der live bestimmt seine Freunde finden wird. Fronter Phil Mogg verausgabt sich (nicht nur) in diesem Song besonders und zeigt der Welt, dass er es immer noch kann.

Nicht nur der Sänger überzeugt durch gute Leistungen. Gitarrist Vinnie Moore, seines Zeichens ja eh Gitarrenlegende, glänzt mit heftigen Riffs, filigranen Soli und jeder Menge Variationen seiner eigenen Riffs, die die Musik von UFO nicht langweilig werden lassen. Einzig Andy Parker an den Drums erweckt ein wenig den Eindruck, als wäre er zum absoluten Minimalisten geworden. Klar ist ein zu stark mit Schlagzeug zugepflasterter Song auch nicht schön anzuhören, aber immer nur das Allernötigste zu spielen ist in der Schiene von UFO auch nicht angebracht.

Dass die Band aber nicht immer nur voll auf die Zwölf gehen muss beweist der Titel „Angel Station“, eine gediegene Rocknummer, die zum Träumen einlädt und ein geniales Gitarrensolo enthält.  

Auch im Stile der alten Tage, wenn man so will, kann die Gruppe noch immer rocken. „Year Of The Gun“ und „Steal Yourself“ sind Nummern, die durchaus auch auf einer früheren Scheibe der Band ihren Platz gefunden hätten. Mit „Burn Your House Down“ hat es auch ein Stück auf die Scheibe geschafft, das dem Vorgänger „The Visitor“ huldigt. Das bluesige Stück klingt mystisch, entspannt, und unheimlich zugleich. Auch hier kann Phil Mogg mit seiner Stimme glänzen.

Als Ganzes betrachtet kann man „Seven Deadly“ als durchaus gelungenes Album, das auch Hörern von Früher durchaus gefallen könnte, bezeichnen. UFO ruhen sich aber keineswegs auf alten Lorbeeren aus und sind nur ein Abklatsch ihrer selbst, die Band schreibt frische Musik, der man auch moderne Einflüsse deutlich anhört. Trotzdem erkennt man immer, wer hinter der Musik steht und wer sie verfasst hat. "Seven Deadly" ist ein grundsolides Album mit nur sehr wenigen Schwächen, die wohl jeder Hörer für sich selbst interpretieren muss. So, wie manchen Fans wohl ein, zwei Lieder zu sanft sein dürften, so könnte sich wohl der eine oder andere von der Härte eines oder mehrerer andere Songs vor den Kopf gestoßen fühlen. Das alles ändert aber nichts daran, dass das neue Werk der Band musikalisch eines der besten der letzten zehn Jahre ist.

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