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Sleeper's Guilt: Kilesa

Klassischer Melodeath im überzeugenden Gewand
Wertung: 7,5/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 77:45
Release: 27.02.2016
Label: Eigenproduktion

Luxemburg ist ein sehr kleines Land, welches vor allem mit härterer Musik nur sehr selten in Zusammenhang gebracht wird. Umso erstaunlicher ist es, dass Bands wie Sleeper's Guilt, welche bereits seit 2011 Musik machen und auch schon zwei EPs vorweisen können, mit ihrem ersten Longplayer gleich eine so große Bombe platzen lassen.

Das erste vollwertige Album der Jungs hört auf den Namen „Kilesa“, wurde komplett in Eigenregie produziert und kommt auf eine überdurchschnittliche Länge von ca. einer Stunde und 15 Minuten, verteilt auf zwei CDs, doch dazu später mehr.

Von Anfang an haben sich die Jungs dem Melodic Death Metal verschrieben und genau das und nichts anderes kriegt man hier geboten. Gleich der epische und atmosphärische Opener „Sense Of An Ending“ zeigt, in welche Richtung das Album geht. Harte, keifende Gitarren treffen auf treibende Rhythmen, fiese Screams und teils epische, teils mysteriöse Melodien. Klingt nach klassischem Melodic Death? Ist es auch. Leider heben sich Sleeper's Guilt aber kaum von der breiten Masse der Melodic-Death-Metal-Bands ab. Dafür fehlt es an Innovationen. Blastbeats und fiese Gitarrensoli duellieren sich mit gemeinen Screams und harmonischen, stimmigen Synthies. Trotzdem droht die Band im Sumpf der immer gleich klingenden Melodic-Death-Metal-Bands zu versinken, obwohl Songs wie „Two Words“ oder „Scars Of War“ durchaus zu begeistern und dabei instrumental sowie technisch auf ganzer Linie zu überzeugen wissen. Denn dieses Debütalbum ist für eine Eigenproduktion alles andere als schlecht produziert.

Nein, die Stärke dieses Albums ist nicht das Album an sich (CD 1). Die wahre Stärke von „Kilesa“ versteckt sich auf der zweiten CD, welche den Titelsong des Albums, aufgeteilt in drei Parts mit insgesamt ca. 30 Minuten Playtime, umfasst, welche sich um die sogenannten Kleshas im Buddhismus drehen. Dementsprechend atmosphärisch und intensiv sind die Songs ausgefallen.
Das, was die Jungs hier auffahren, ist echt beachtenswert. Im Vordergrund steht stets die dichte Atmosphäre, welche durch intensive Synthies, eine Menge akustischer Instrumente, sowie umfangreicher Flexibilität im Bezug auf Härte, Geschwindigkeit sowie auch Gesang (denn hier werden sogar weibliche Vocals aufgegriffen, welche sich ideal in das erzeugte Klangbild einfügen) erzeugt wird.

Hätten die Jungs in diesem Stil auch die Songs der ersten CD aufgearbeitet, wäre das mit Abstand eines der besten Alben des Jahres geworden. So bleibt trotz allem eines der besten Debütalben des Jahres. Luft nach oben ist jedoch noch genug, welche hoffentlich bei einer nächsten Veröffentlichung genutzt wird.

Allen Fans von Dark Tranquillity, Soilwork oder In Flames sei jedoch trotzdem getrost zu dieser CD geraten. Verneigen kann man sich vor den Jungs nämlich trotzdem allemal.

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