Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Red Hot Chili Peppers: Stadium Arcadium

Ihr bis dato bestes Album
Wertung: 10/10
Genre: Alternative Rock
Spielzeit: 122:38
Release: 05.05.2006
Label: Warner

Die Alben der Red Hot Chili Peppers hatten bisher eigentlich immer eine große Schwäche. Zwar konnte man auf diesen so geniale Songs wie “Under The Bridge”, “Otherside”, “Aeroplane” oder “Can’t Stop” bestaunen, aber vor allem gegen Ende der Alben musste man sich mit einigem Füllmaterial herumschlagen. Dies war besonders bei den letzten beiden Alben “Californication” und “By The Way” der Fall. Fast die Hälfte der Songs konnte qualitativ nicht ansatzweise mit den großen Songs mithalten und fiel deutlich ab, so dass man kaum geneigt war, sich diese mehr als einmal anzuhören und die berühmte “Skip-Taste” doch vermehrt zum Einsatz kam.

Hinter diesem Hintergrund durfte an “Stadium Arcadium” schon im Vorfeld gezweifelt werden. Denn bei einem Doppelalbum, aufgeteilt in die Untereinheiten “Jupiter” und “Mars”, mit 28 Songs besteht natürlich eine erhöhte Gefahr, wieder auf ähnlich langweilige und durchschnittliche Songs zu treffen wie auf den Vorgängeralben. Doch schon nach dem ersten Durchlauf ist klar, dass die Red Hot Chili Peppers mit “Stadium Arcadium” einen absoluten Hammer veröffentlicht haben, auf dem es nicht einen einzigen schwächeren Song geschweige denn Ausfall gibt.

Allein die erste Single “Dani California” beweist, dass die Band immer noch in der Lage ist, tolle Songs mit großartigen Refrains zu schreiben. Besonders der leicht punkig angehauchte und hymnenhafte Refrain, sowie das wirre Gitarrensolo von John Frusciante sind bei diesem Song, der schon jetzt zu den größten RHCP-Hits zu zählen ist, deutlich hervorzuheben. In eine ganz andere Richtung geht der nächste Knaller “Snow ((Hey Oh))”, welches eher poppig daherkommt und von der Grundausrichtung auch auf “Californication” hätte stehen können. Die starke Gesangsmelodie und die entspannenden Gitarrenläufe machen den Song zu einem absoluten Highlight auf “Stadium Arcadium”. Ähnliches gilt auch für die von Akustikgitarren getragenen Songs “She Looks To Me” und “Desecration Smile”. Aber auch die bandtypischen Funk-Elemente kommen nicht zu kurz und werden bei Songs wie “Charlie”, “Tell Me Baby” oder “Hump de Bump” einfach überragend eingesetzt und diese Songs machen einfach richtig Spaß. Ein weiteres Highlight ist auch der Titelsong, der zu beginn sehr verträumt wirkt, aber mit zunehmender Zeit immer mehr an Kraft gewinnt und mit einem starken Refrain versehen ist.

Musikalisch hält die Band also an ihrer altbewährten und unverwechselbaren Mischung aus Rock, Punk, Pop und Funk fest. Da diese Mischung an sich schon so dermaßen abwechslungsreich ist, ist es auch vollkommen gleichgültig, dass die Band sich eigentlich in den letzten Jahren musikalisch kaum weiterentwickelt hat. Die Red Hot Chili Peppers machen einfach genau das, was sich ihre Fans von der Band erwarten. Und das sind starke, musikalisch anspruchsvolle und kreative Songs. All das haben die Songs von “Stadium Arcadium” im Übermaß. Es grenzt eigentlich schon an Blasphemie, sich einzelne Songs herauszunehmen und diese als Highlights darzustellen, denn jeder Song auf dem Album ist etwas besonderes und qualitativ sind die Unterschiede, wenn es sie überhaupt gibt, nur gering. Dies ist bei 28 Songs äußerst bemerkenswert und auch ein Novum in der Bandgeschichte.

Fazit: Die Red Hot Chili Peppers veröffentlichen mit “Stadium Arcadium” ihr bis dato bestes Album, bei welchem, angefangen vom überragenden Artwork bis hin zu den großartigen und druckvoll produzierten Songs, einfach alles stimmt. Das ist genial, das ist großartig, das ist die Höchstnote und ein Pflichtkauf für alle Freunde moderner Rock-Musik!

comments powered by Disqus

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten