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Artwork der Norther-CD "N"

Norther: N

Finnischer melodischer Death Metal à la Children Of Bodom
Wertung: 9.5/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 48:44
Release: 22.02.2008
Label: Century Media

Wie viele Buchstaben braucht der Titel eines Longplayers? Rischtisch: einen. Das neue Werk der finnischen Melodic-Death-Band Norther heißt schlicht „N“. Was soll es bedeuten? Die Himmelsrichtung angeben, in der die Jungs leben? Oder steht es für den Bandnamen? Ich weiß es noch nicht, aber ich werde es irgendwann herausfinden.

Wer Norther kennt, weiß auch, wie Norther klingen. Ihr mittlerweile fünftes Studioalbum bietet auch keine großen Überraschungen, was aber nicht stört, denn Norther sind eben einfach schön, auch wenn sie nichts megainnovatives machen und böse Zungen sie auch immer wieder mit Children Of Bodom vergleichen. Sie haben es nach wie vor nicht geschafft, die Ketten zu sprengen und die Kinder vom Bodom-See zu überholen. Sie trotten immer ein bisschen hinterher, aber aufgeben tun sie auch nicht. Und irgendwie erwartet man nach all den Jahren gar nichts anderes mehr. Man hört sich die Platte an und denkt sich: Schön, kann man echt hören. Nicht mehr, nicht weniger.

Der Titel „Frozen Angel“ kommt schon fast poppig daher, was daran liegen könnte, dass dieser Song für einen finnischen Kinofilm geschrieben wurde. Der epische Refrain mit cleanem Gesang klingt einfach schön und wird dann wieder von growligen Parts unterbrochen.

„To Hell“ beginnt mit Krächzgesang vom Feinsten und geht über in einen abwechslungsreichen Song der mitreißenden Art. Hier ist es meiner Meinung nach mehr als gelungen, den Krächzgesang von Petri mit der cleanen Stimme von Kristian perfekt zu kombinieren.

Aber erst „Black Gold“ und „We Rock“ gelingt es, eine gewisse Härte an die Oberfläche zu bringen und die Nackenmuskeln beim Bangen durchgehend zu beanspruchen. Gerade die Tempowechsel machen diese Titel zu absoluten Höhepunkten der Platte, was sicher auch an den bestechenden Refrains liegt. Danach geht die Platte recht flott weiter und wird dem geneigten Melodic-Death-Hörer so manchen Hörgenuss bieten.

„If You Go“ kommt zwischendrin noch sehr ruhig daher und besitzt Balladen-Charakter. Hier dominiert auch die klare Stimme von Kristian. Der Krächzgesang im Song unterstreicht eher eine düstere und aggressive Stimmung, die dem Song ein wenig die Softness nimmt.

Fazit: Wem beim Bodom-Sound das Keyboard zu nervig ist, der ist mit Norther gut bedient, denn hier dominieren fette Gitarrenriffs und abwechselnde Stimmen. Das Keyboard bleibt hingegen angenehm im Hintergrund.

"N" ist definitiv ein richtig gutes Album, das Spaß macht.

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