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Nickelback: Dark Horse

Nickelback machen genau dort weiter, wo „All The Right Reasons“ aufhört
Wertung: 9/10
Genre: Rock
Spielzeit: 43:38
Release: 14.11.2008
Label: Roadrunner Records

Der kanadischen Band Nickelback wird häufig ihr Rum nicht gegönnt, doch selbst Kritiker der Formation müssen zugeben, dass das Quartett mit bisher 27 Millionen verkauften Platten wohl noch nicht ihren Zenit erreicht hat und definitiv ernst zu nehmen ist. Mit „Dark Horse“ veröffentlichen sie nun nach drei Jahren ihr sechstes Studiowerk und machen genau dort weiter, wo der Vorgänger „All The Right Reasons“ aufgehört hat.

Natürlich ist der größte Teil des Materials das, was wir von Nickelback kennen. Melodischer, radiotauglicher Rock mit starkem Hang zum Balladesken, sowie vollem Klang und Atmosphäre. So die Single „Gotta Be Somebody“ oder auch „I’d Come For You“, „Never Gonna Be Alone“ und “If Today Was Your Last Day”. Die Tracks liegen im mid-tempo Bereich, haben eine hohe Eingängigkeit, aber stets noch genug Power, vor allem im Refrain. Für das ruhige Feeling wird dann auch öfters mal zur Akustikgitarre gegriffen. Was diese Titel jedoch interessant macht, ist, dass sie nicht stets vor sich hinplätschern, sondern für den Hörer immer eine kleine Neuerung bereithalten. Dies sind entweder Tempiwechsel wie bei „I’d Come For You“ oder das Anfangsthema wird mal erneut eingestreut.

Jedoch ist der Longplayer keine einseitige Schiene. Mit den zwei Openern „Something In Your Mouth“ und „Burn It To The Ground“ geht es schon mal flott rockend zur Sache. Da wird der Sound von Gitarre und Drums nun auch mal bedeutend stärker und treibender. „Shakin’ Hands“ besitzt zusätzlich noch eine Menge Groove und ist ebenso wie „Burn It To The Ground“ durch die „Hey“-Einlagen für Konzerte super geeignet. „Next Go Round“ bietet dann noch zeitweise ein paar elektrische Anleihen, während „Just To Get High“ zwar ruhig beginnt, sich dann aber bis ins fast Aggressive steigert.

Der Schlusssong „This Afternoon“ ist klanglich eine starke Überraschung. Nachdem man zuvor noch kräftig gerockt hat, ist man nun im Semi-Country Bereich angelangt. Der Track ist eher poppig angehaucht und im Hintergrund ist beständig eine Einspielung von Stimmen, wie man sie vom Lagerfeuer her kennt, zu hören.

Fazit: „Dark Horse“ macht sofort klar, dass in Sachen Qualität bei Nickelback alles top funktioniert. Für den Hörer ist es angenehm, dass sich mehrere ruhige oder flotte Stücke nicht hintereinander häufen, sondern diese immer abwechselnd kommen. Der Sound ist durchgehend sehr gut, klar und voll. Mal ist die Basslinie hervorgehoben, mal Gitarre oder der Gesang. In Sachen Eingängigkeit lassen die Vier auch nichts anbrennen, sind doch einige Stücke dabei, die es wohl leicht in die oberen Regionen der Charts schaffen werden. Zudem ist auf dem Longplayer für jeden etwas dabei, sei es für Freunde des flotten Rocks oder für diejenigen, die die sanftere Seite der Band bevorzugen. Jedoch weisen die härteren Songs keine Ecken oder Kanten auf. Textlich ist auch alles super, sind diese doch meist nicht belanglos, sondern eher realistisch. Alles in allem ein super Album, das vielen Leuten Spaß machen wird und mit dem man nahtlos an den Erfolg anknüpfen kann.

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