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Metsatöll: Terast Mis Hangund Me Hinge

Kein Meilenstein, dennoch hörenswert
Wertung: 7/10
Genre: Pagan Metal
Spielzeit: 48:7
Release: 14.11.2005
Label: Nailboard Records

„Terast Mis Hangund Me Hinge“ (übersetzt: „Steel Frozen In Our Souls“) ist das erste Album der Esten von Metsatöll. Im Jahr 2005 in neuem Soundgewand re-released wird es nun, 2007, auch erstmals auf LP veröffentlicht. Ein Grund, dem Pagan Metal ihrer ersten Stunde genau zu lauschen.

Neben dem genretypischen männlichen „hohohoho“- und „hejahhhh“- Gesang, der teilweise etwas im Überfluss verwendet wird, bedient man sich diverser unterschiedlicher Instrumente, die den einzelnen Song deutlich ihren Stempel aufdrücken. Schnell fühlt man sich stellenweise an Skyforger erinnert, auch wenn die Herren tempotechnisch meist etwas forscher zu Werke gehen.

Insgesamt sind die Songs sehr hymnisch gehalten und bewegen sich selten aus dem Mid-Tempo-Bereich heraus, was allerdings die folkigen Elemente besser hervorhebt.

Gerade bei „Móók“ werden im Instrumentalteil, der sehr verspielt-folkig ausgefallen ist, Assoziationen an Bands wie Eluveitie wach, während im Titelsong schon fast Metalcore-ähnlich geshoutet wird. Dies ist, neben „Metsaviha 2“, auch eine der wenigen Stellen, an denen man sich tempotechnisch austobt.

Textlich bedient man sich typischerweise der Natur und Geschichte, auch wenn man sich nicht wie viele Genrekollegen der typischen Heldenromantik verschrieben hat. Teilweise geht es aber auch in eher philosophische Gefilde, wenn es um den Menschen allgemein geht wie in "Hundiraev". Ich könnte mich jetzt noch mal über die ständigen „Ohohohooo“-Versatzstücke beschweren, da die aber meistens schon regelrecht zum guten Ton jeder Pagan Metal-Band gehören, übergehe ich das mal, auch wenn ein bisschen weniger auf keinen Fall schaden würde.

Das Schlagzeug klingt für meinen Geschmack an einigen Stellen noch etwas monoton und auch der Gesang bewegt sich eher im Mittelbereich. Obwohl der Gesang durchaus angenehm ist, fehlt in der Bandbreite doch etwas die Abwechslung, da man sich vorwiegend im sicheren hymnischen Bereich bewegt.

Doch gerade solche Kleinigkeiten wie der Einsatz eines Männerchores in „Curse Upon Time“ und viele Details bei Gitarre und Bass machen die CD doch durchaus hörenswert.

So kann man zwar nicht von einem Meilenstein des Pagan Metals sprechen, dennoch lohnt es sich für jeden in diesem Bereich Interessierten, einmal reinzuhören.

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