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Lordi: Market Square Massacre

Eine monstermäßige Show und der Weg zum Sieg nach Athen
Wertung: 8.5/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 127:0
Release: 03.11.2006
Label: Drakkar Records

„Market Square Massacre“ lautet die erste richtige DVD unserer Lieblingsmonster. Wir bekommen hier den Dankeschön-Gig von Lordi in Finnland nach dem Eurovision Songcontest-Sieg zu sehen. Also erstmalig offiziell ein Livekonzert. Dass die Bilder gestochen scharf sind und der Ton absolut in Ordnung ist, brauche ich wohl bei einer Drakkar-Veröffentlichung nicht zu erwähnen. Leider beinhaltet das Konzert nur 6 Songs. Wenn auch, falls man mal von „Bringing Back The Balls To Rock“ absieht, die absolute Creme dé la Creme aus Lordis bisheriger Karriere. Die genaue Auflistung findet ihr weiter unten.

So kann der Fan, egal wo auf diesem Planeten er sich befindet, nun doch noch bei diesem ehrwürdigen Gig dabei sein. Warum diesem Gig Ehre gebührt?

Nun ja, mit den aus 70.000 Kehlen gesungenen „Hardrock Hallelujah“ konnten sich Lordi im Guinness Buch der Rekorde unter der Rubrik Massenkaraoke eintragen. Der bisherige Rekord lag bei 50.000 Sängerinnen und Sänger.

Sehr gut gemacht finde ich schon allein die Lufteinstellungen, die vor der Show nur leichte Wolkenbildung erkennen ließen, aber nach der Show schon ein regelrechtes Wolkenband darstellen. Man hat fast den Eindruck, dass die Wolken durch die Pyroshow entstanden sind.

Aber leider ist das Konzert schon nach 33:45 Minuten vorbei. Also schauen wir uns hier mal lieber in den Special Features um. Hier bekommen wir das finnische Semifinale mit den beiden Songs „Hard Rock Hallelujah“ und „Bringing Back The Balls To Rock“.

Dann bekommen wir noch den Siegerauftritt vom finnischen Finale zu bewundern.

Danach wird ein Tagebuch von der Zeit, als die Band Athen auf ihrem Siegeszug besuchte, dokumentiert. Hier bekommen wir z.B. zu sehen, wie Lordi bestaunt und begafft werden. Köstlich amüsant wie ich finde. Hier erfahren die Reporter und jetzt natürlich auch wir Zuschauer mehr über die Pyroeffekte und die Funktionsweise von Lordi`s Flügeln.

Es wird über die Kostüme geplaudert und erklärt, wie man sie wieder für die nächste Show hinbekommt. Es wird Passanten Lordis Song vorgespielt und die müssen ihre Meinung abgeben. Wen wundert es, dass dort hauptsächlich der Daumen nach oben gereckt wird, egal ob bei alt oder jung?

Lustig ist auch die Umfrage unter den Mitbewerbern des Songcontests, welche sich zu Lordi äußern sollten. Lordi in voller Montur in der finnischen Botschaft mit einem Botschafter, der einen „I Vote For Lordi“ Button trägt. Ob sich das bei einer deutschen Band ein deutscher Politiker getraut hätte, wage ich mal schwer zu bezweifeln.

Zusätzlich gibt es noch einige bewegte Bilder von einem kurzfristig anberaumten Clubgig in Athen. Dass Lordi auch an einem Swimmingpool posieren mussten, ist ja bekannt. Leider sind hier nur die Bilder vom entsprechenden Posing vorhanden. Die Bilder, als sich die Bandmitglieder in voller Montur auf die Liegen legen, fehlen leider.

Absolut unverständlich ist für mich, warum die Auftritte beim Athener Semifinale und natürlich vom Finale selbst fehlen. Auch die einzelnen Votingabgaben waren absolut sehenswert. Aber ich denke mal, dass man, obwohl es ja im freien Fernsehen lief, dafür teure Rechte hätte kaufen müssen. Wenn dies nicht so ist, wäre das schon ein ziemlicher Fauxpas.

Was könnte nun noch fehlen? Richtig, Lordi`s Kurzfilm „The Kin“ gibt es hier nun auch zu bestaunen. Vielleicht hätte man aber noch ein paar Euronen investieren können und auch deutsche Untertitel mit einpflegen sollen. Schließlich besteht das Lordipublikum auch zu einem nicht geringen Teil aus relativ jungen Fans. Dazu bekommen wir noch ein „Making Of The Kin“ und das Storyboard präsentiert.

Dass die nächste Single „Would You Love A Monsterman?(2006)“ heißt, wisst ihr ja bestimmt schon, aber hier gibt es den dazugehörigen Videoclip, welcher deutlich besser als der erste rüberkommt.

Warum ich das hier extra erwähne?

Nun ja, Viva Deutschland hat sich überlegt, dass das Video jugendgefährdend sein soll und demnach nur ab 22:00 Uhr gesendet wird! Nachdem der Sender bisher alle Videos rauf und runter gespielt hat, ist dies etwas verwunderlich. Sorry, aber dafür fehlt mir wirklich jedes Verständnis. Es gibt keinen Tropfen Blut zu sehen und die Szenen sind auch in keinster Weise brutaler oder mehr gewaltverherrlichend als bei den vorherigen Videos.

Insgesamt bekommen wir hier also satte 127 Minuten zu erleben. Viel Sehenswertes, aber ein bisschen fehlt doch.

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