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Korpiklaani: Voice of Wilderness

Sehr eigenständige Band,
Wertung: 8/10
Genre: Folk Metal
Spielzeit: 41:3
Release: 24.01.2005
Label: Napalm Records

Das typische, skandinavische Folk Metal - Grundgerüst der meisten Bands, die dieses Genre vertreten, besteht aus Black / Death Metal Passagen, die mit folkloristischen Elementen verfeinert werden. Ferner werden die typischen Humppa-Rhythmen verwendet, welche die Musik oft fröhlich erscheinen lassen und zum Feiern einladen. Im Vergleich zu typischen Folk Metal Repräsentanten wie der finnischen Band Finntroll, stellt man bei Korpiklaani unter anderem fest, dass der Black Metal Anteil viel kleiner ist. Der Gesang von Sänger und Gitarrist Jonne Järvelä ist zwar nicht klar, aber weitaus melodischer als das, was man von ähnlichen Bands geboten bekommt. Dazu sind die folkloristischen Einflüsse (hauptsächliche traditionelle, finnische Melodien, gespielt mit Flöten, Violine und Akkordeon) ausgeprägter. Auch sind einige Elemente aus dem Thrash Metal auf der neuen CD zu finden.

Inspirieren lassen sich die Bandmitglieder (die übrigens inmitten finnischer Wälder leben) von ihrer natürlichen Umgebung. So kommen Songtitel wie beispielsweise "Spirit of the Forest" , "Native Land" oder "Old Tale" des neuen Albums "Voice of Wilderness" zu Stande.

Ein Paradebeispiel für die angesprochenen Humppa Rhythmen ist schon im ersten Song "Cottages & Saunas" zu finden. Violinen begleiten den Polka ähnelnden Rhythmus in schnellem Tempo und wem von dieser Geschwindigkeit jetzt schon die Ohren flattern, der wird bei dem folgenden Stück "Journey Man", indem sich fröhliche Geigen in ungeheuerem Tempo mit der herben Stimme Jonnes abwechseln, die Fassung vollends verlieren. Die nächsten Stücke präsentieren sich allerdings wieder etwas langsamer und mit "Pine Woods" ist bald das erste der zwei instrumentalen Tracks erreicht. Hier wird anfangs in einem Solo die Flöte besonders in den Vordergrund gestellt, aber später teilweise durch von Gitarren gespielte Melodien ersetzt. Ein Percussionsolo nach der Hälfte des Stückes leitet ein interessantes Gitarrensolo ein, das schließlich in das Hauptthema übergeht.

In "Native Land" trifft ein musikalisch sehr gelungenes Werk auf eine zwar sehr melodische, jedoch merkwürdig erscheinende Gesangsleistung, die teilweise sehr dissonant zur Musik klingt und dem Hörer daher teilweise die Zehnägel nach oben rollen wollen. Eine instrumentale Passage mit Akkordeonklängen im Vordergrund macht allerdings am Ende des Songs einiges wieder wett.

Die ruhige, finnische Ballade "Kadet Siipinä" , die mit sanften Flötenklängen und beruhigendem Gesang glänzt, bildet einen sehr gelungenen Abschluss der CD. Was am Ende bleibt, ist ein positiver Eindruck. Durch die beiden instrumentalen Stücke "Pine Woods" und "Ryyppäjäiset", sowie der abschließenden Ballade "Kadet Siipinä" erhält das Album die nötige Abwechslung und lässt die kraftvollen Humppa – Folk Metal – Tracks nicht zu übermächtig werden.

Eine gute CD einer sehr eigenständigen Band, die sich keineswegs vom Erfolg anderer Bands aus ähnlichen Sparten dazu verleiten lässt, ihren Stil in irgendeiner Weise zu ändern, sondern das macht, was sie am besten kann!

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