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Isole: Bliss of Solitude

Wertung: 9.5/10
Genre: Dark Doom Metal
Spielzeit: 57:43
Release: 25.01.2008
Label: Napalm Records

Wow, ich bin ja nicht so der Mega Doom Fan, aber Bands wie Funeral, My Dying Bride, den alten Anathema, Candlemass, Morgion (R.I.P.) oder Solstice konnte ich schon immer etwas abgewinnen.

Vor allem in die Richtung erstgenannter gehen die Schweden von Isole, die sich eigentlich bereits 1990 unter dem Namen Forlorn gegründet haben, sich aber 2003 umbenannten. Im übrigen musizieren hier auch die beiden ex-Withered Beauty Mitglieder Daniel Bryntse (Gesang und Gitarre) sowie auch Jonas Lindström (Schlagzeug) mit.

„Bliss Of Solitude“ ist dabei bereits das dritte Album der Elchfreunde, wobei mittlerweile weniger Candlemass-Einflüsse aus den Stücken heraus schimmern. Die Schwermut und Melancholie ist dennoch geblieben.

Bereits beim Opener „By Blood“ erreicht man überirdische Sphären, denn hier hat man die Harmonieführung und Arrangements wirklich par excellance umgesetzt, die Keyboards passend eingesetzt. Vor allem die Doublebass ab Minute 1:30 inklusive der zweistimmigen, düsteren Gitarrenharmonien kommen auf den Punkt genau richtig. Und wenn dann noch der Gesang einsetzt, ist die Perfektion für mich im Doom Metal Bereich bereits erreicht. Erfreulich ist hier übrigens, dass man sich nicht selbst limitiert, sondern sämtliche Spektren dieses Genres hervorragend abdeckt.

Auch finden sich viele eigenständige Ideen wieder, so dass man nicht den 1000sten Candlemass, Solitude Aeturnus, Trouble oder St.Vitus-Klon genervt erwarten muss. Denn gerade das ist die Stärke von Isole: Eigenständigkeit, auch wenn die Idee mit mehrstimmigen Gesängen bereits vorher da war. Zumindest bekommt man nicht das Gefühl, dass man alle Songs in anderer Form schon mal irgendwie gehört hat und das gibt es heutzutage nicht mehr sehr oft.

Schwachstellen gibt es theoretisch auf „Bliss Of Solitude“ keine. Dadurch, dass die meisten Songs andere Atmosphären, Stilelemente und Arrangements vorweisen, mangelt es auch an Langeweile, aber das ist auch gut so, hehehe.

Produktionstechnisch ist ebenfalls alles im grünen Bereich. Zwar sind die Gitarren stellenweise ein wenig unsauber, aber gerade die etwas kantige Produktion passt hier auch sehr gut zu den Songs. Vor allem die Akustikgitarren klingen schön sauber, die Leadgitarren wurden mit dem richtigen Effekten bedacht und generell hat man an den Hall bzw. das Reverb gekonnt eingesetzt, eben genau so, wie es sich zu einer perfekten Doom Produktion gehört.

Fazit: Fans von Morgion, Funeral, My Dying Bride, Solstice oder Candlemass können hier auf alle Fälle bedenkenlos zugreifen, wobei auch alle übrige Metalfans, die auch mit Geschwindigkeiten 100bpm abwärts etwas anfangen können, hier mal ein Ohr riskieren sollten.

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