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In Flames: The Jester Race

Eine der wichtigsten Scheiben im Bereich Melodic Death Metal
Wertung: 8/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 40:09
Release: 20.02.1996
Label: Nuclear Blast

Fast genau zwanzig Jahre ist es her, dass „The Jester Race“ von In Flames das Licht der Welt erblickte. Auch wenn sich die Schweden vom damaligen Stil inzwischen weit entfernt haben, sollte das Jubiläum doch Anlass dazu sein, die für die Skandinavier wegweisende Platte nochmals genauer unter die Lupe zu nehmen.

Wieso wegweisend? Diese Frage könnten sich jetzt vor allem viele Leser stellen, die nach 1980 geboren wurden. Die Erfolgsgeschichte der Band begann ja nicht mit Hits wie „Only For The Weak“ oder „The Quiet Place“. Die Formation hat sich schließlich auch erst langsam hocharbeiten müssen. Und, was viele bestimmt gar nicht mehr auf dem Schirm haben: In Flames haben ihre Wurzeln in der Death Metal Szene. Während ihres Weges haben sie dann den Melodic Death Metal ganz markant mitgeprägt, wenn auch nicht erfunden. Auf jeden Fall waren sie ein ganz wichtiger Bestandteil der sogenannten Göteburgszene, der auch Dark Tranquillity und andere angehörten. Der dazugehörige Göteburgsound wurde von In Flames jedenfalls entscheidend mitgeprägt.

Vorher konnten die Schweden vor allem mit ihrem Debütalbum und der folgenden EP „Subterranean“ im Szenepublikum punkten und auch schon die ersten Duftmarken hinterlassen. Mit „The Jester Race“ begannen In FLames aber ihren bis heute andauernden Wandel und richteten sich ein bisschen mehr in Richtung Melodie und Folklore aus. Damit trafen sie genau den Nerv der Zeit. Nicht ganz über Nacht, aber doch sehr schnell entwickelte sich der Geheimtipp In Flames zum Must-See. Bis zur ersten Headlinertour in Deutschland dauerte es noch ein bisschen, aber der Grundstein war gelegt.

Welche Eigenschaften machen „The Jester Race“  zu etwas besonderem? Na ja, heute ist es wohl vor allem die Nostalgie, aber 1996 war vor allem die Verbindung aus den vielen Akustikgitarren, den aufwändigen Gitarrenläufen und den überschwänglichen Arrangements etwas (in der breiten Öffentlichkeit) bahnbrechend neues, das sofort Gehör fand.

Vor allem die ersten drei Lieder dürften sehr vielen Metalfans zumindest vom Hören bekannt sein. „Moonshield“ war einer der ganz großen Hits neben „Lord Hypnos“ auf der Platte und beide Songs waren auch lange im Liveprogramm der Combo zu finden. Der Höhepunkt der Platte ist aber mit absoluter Sicherheit der Titelsong. „The Jester Race“ ist ein wunderbar verschachtelter und trotzdem eingängiger Song der einem nicht ganz unkomplizierten, aber erkennbaren Muster folgt und einfach jedem bekannt sein muss, der sich auch nur im entferntesten mit Melodic Death Metal befasst hat. Vor allem auch, weil das Genre anscheinend gerade wieder etwas auflebt, sollten sich die Hörer, die nun neu einsteigen, auch ein Bild der Ursprünge machen. „The Jester Race“ wäre ein perfektes Studienobjekt dazu.

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