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Hammerfall: Threshold

Typisches, grundsolides HammerFall - Album
Wertung: 8/10
Genre: Power Metal, True Metal
Spielzeit: 50:15
Release: 20.10.2006
Label: Nuclear Blast

Auch neun Jahre nach ihrem Debütalbum “Glory To The Brave” sind HammerFall ein großes Gesprächsthema und gehören immer noch zu den polarisierendsten Bands im ganzen Heavy Metal - Zirkus. Von ihren Fans werden sie verehrt, von ihren Gegnern gehasst und als Witzfiguren abgestempelt. Dies war in der Vergangenheit so und wird sich auch mit der Veröffentlichung ihres mittlerweile sechsten Albums “Threshold” nicht ändern. Die fünf Schweden halten nämlich konsequent an dem fest, was sie so populär und erfolgreich gemacht hat und dies wird mit Sicherheit alle Freunde der Band begeistern. Um es gleich festzuhalten: Wie seine Vorgänger auch, ist “Threshold” ein gutes, grundsolides Album und bietet all das, was man von einem HammerFall - Album erwarten kann.

Schon der Titelsong ist eine urtypische, mitreißende HammerFall - Nummer, mit großem Hitpotential. Zunächst erklingen bombastische Chöre, bis sie von einem druckvollen Riff vertrieben werden. Schon bald setzt auch Joacim Cans’ markanter Gesang ein, der es schafft, dem Song noch mehr Power zu verleihen. Nicht lange muss der Hörer auf einen klassischen HammerFall - Refrain warten. Dieser geht sofort ins Ohr und lädt ziemlich deutlich zum Mitsingen ein. Besser kann man eine Album eigentlich gar nicht beginnen. Etwas schwächer ist allerdings das folgende “The Fire Burns Forever”, was einfach daran liegt, dass man das Gefühl hat, diesen Up - Tempo Song schon zu oft gehört zu haben. Schlecht ist das natürlich nicht, aber HammerFall haben ganz klar bessere Nummern in der Hinterhand. So eine ist der zunächst balladesk anmutende Mid - Tempo Stampfer “Rebel Inside”, der über eine geniale Gesangsmelodie in den Strophen verfügt, die gemeinsam mit den pumpenden Gitarren zu den ganz großen Momenten des Albums gehört. Stark ist auch die erste Single “Natural High”, die zwar von der Charakteristik und Struktur an “The Fire Burns Forever” erinnert, aber qualitativ in einer anderen Liga spielt. Meiner Meinung nach steht dieser Songs, den großen Hits der Band (z.B. “Heeding The Call”, “Renegade” oder “Hearts On Fire”) in nichts nach.

Weniger spannend hingegen ist leider “Dark Wings, Dark Words” ausgefallen, denn der Song kann mich einfach nicht mitreißen und begeistern, da es diesem einfach an Höhepunkten fehlt. Auch der Gesang wirkt etwas sehr aufgesetzt. Viel besser ist da schon das sechs Minuten lange “Carved In Stone”, was hauptsächlich an den zuckersüßen Melodien liegt. Mit “Reign Of The Hammer” hat auch ein reines Instrumental wieder seinen Weg auf das Album gefunden, das die herausragenden instrumentalen Fähigkeiten der Band untermauert.

Nachdem “Genocide” noch extrem eingängig war, gehört das abschließende “Titan” zu den bislang komplexesten Songs der Band und benötigt erst ein paar Anläufe, wobei ich diesen Song generell als nicht ganz so stark einstufen würde. HammerFall zeigen hier zwar auch eine andere Seite von sich, was durchaus zu begrüßen ist, aber insgesamt kann “Titan” nicht mit den vielen guten Songs auf “Threshold” mithalten.

Besonders hervorzuheben wäre zum Schluss noch der erstaunlich druckvolle Sound des Albums, der es schafft, die Intensität, die man von HammerFall live kennt, auch ins heimische Wohnzimmer zu transportieren. Die erneute Zusammenarbeit mit Produzent Charlie Bauerfeind (u.a. Blind Guardian) hat sich somit mehr als nur bewährt.

Fazit: “Threshold” ist ein typisches, grundsolides HammerFall - Album, welches einige sehr starke Songs besitzt. Ich wage zu behaupten, dass es wohl jedem Fan der Band ausnahmslos gefallen wird. Wer aber bisher noch nichts mit der Band anfangen konnte, wird auch mit “Threshold” nicht warm werden.

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