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Graveworm: Fragments Of Death

Nichts Neues im Westen
Wertung: 7/10
Genre: Dark Metal
Spielzeit: 46:30
Release: 21.10.2011
Label: Nuclear Blast

Bereits das achte Album bringen Graveworm mit „Fragments Of Death“ auf den Markt. Die Band hat schon einen langen Weg hinter sich, doch so richtig unter die Top-Acts konnte sich die Gruppe nicht wirklich spielen. Das ist eigentlich sehr verwunderlich, denn Graveworm haben die letzten Jahre immer mit guten Veröffentlichungen glänzen können. Die letzten beiden Alben, „Collateral Defect“ und „Diabolic Figures“ zeigten eine sehr erwachsene, eigenständige Band, die ihren Weg gefunden hat.

„Fragments Of Death“ beginnt im typischen Gravewormsound. Der Gesang liegt weit im Vordergrund, allerdings ohne alles zu übertönen. Das erste Instrument in der Hierarchie sind die Keyboards, die über weite Teile die tragenden Melodien vorgeben. Die  Drums sind auch recht dominant, das passt aber sehr gut zum Sound der Gruppe. Auffallend ist hier der relativ heftige Hall auf der Snaredrum, der beinahe schon an Black Metal erinnert. Die Gitarrenfraktion nimmt stellenweise eine wahre Nebenrolle ein. Die Rhythmik ist sehr gut, aber die Klampfer bringen kaum was ein, wenn es um Melodien geht.

Das Album wurde sehr aufwändig produziert, jedes Instrument klingt glasklar und gleichzeitig fett und aggressiv. Wichtig ist hier auch, dass die Scheibe immer echt und nicht überproduziert klingt. Annähernd so könnte die Band auch live klingen. Die Songs selber sind alle recht gut, es fehlen aber irgendwie die positiven Ausreißer wie „Suicide Code“ auf „Collateral Defect“. Das Album plätschert größtenteils so vor sich hin, ohne groß Aufsehen zu erregen. Das ist an sich recht schade, denn das Potential für richtige Hammer wäre durchaus vorhanden. Am nächsten kommt der Beschreibung noch der letzte Titel der Scheibe, „Where Angels Do Not Fly“. Das Stück weist eine interessante Hookline auf und die Struktur ist auch nicht zu verleugnen. Die verbauten Keyboardpassagen wirken allerdings sehr befremdlich.

Ansonsten ist der Opener „Insomnia“ noch bemerkenswert, da er recht heftig daherkommt, was der Scheibe gleich zum Auftakt eine würzige Note verleiht, die dem Rundling gut steht. Auch bemerkenswert ist die Nummer „Anxiety“. Die weibliche Gesangsstimme verleiht dem Stück sehr viel Tiefgang und eine besondere Atmosphäre, die sich von den restlichen Stücken der Scheibe abhebt.

Fans der Band werden kaum um die neue Platte herumkommen. Nichtkenner sollten die Scheibe erst einmal antesten. Wer auf melodische, nicht zu gitarrenlastige Musik steht und kein Problem mit Keyboardarrangements hat, der sollte durchaus einmal einOhr riskieren.

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