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Faith No More: King For A Day... Fool For A Lifetime (Re-Issue)

Ein zeitloser Klassiker mit jeder Menge Bonustracks
keine Wertung
Genre: Alternative Rock, Crossover
Spielzeit: 113:00
Release: 09.09.2016
Label: Rhino Records

Kaum zu glauben, wie die Zeit rennt: Da bringen die Amis Faith No More ein paar neu aufgelegte, mit Bonustracks versehene ältere Alben heraus, man schaut auf die Zeitleiste und wird gewahr, dass das Debüt „We Care A Lot” schon seine 30 Jahre auf dem Buckel hat. Damit ist das gute Stück älter als die Schreiberin dieser Zeilen  - Wahnsinn. Die Crossover-Truppe versorgt nun aber auch die jüngeren, junggebliebenen und Die-Hard-Fans noch mal mit neuen Versionen ihrer Alben „King For A Day… Fool For A Lifetime“ (Erstveröffentlichung 1995) und „Album Of The Year“ von 1997 – beide Alben kommen als Doppel-Vinyl oder –CD mit teils noch unveröffentlichten Bonussongs, sowie Versionen auf Spanisch oder Portugiesisch daher, außerdem wurde das Debütalbum zum ersten Mal seit Erstveröffentlichung auf Vinyl nachgedruckt. Wenn das mal keine guten Gründe sind, vermehrt zum Geldbeutelchen zu greifen.

„King For A Day… Fool For A Lifetime“ enthält nun also die reguläre, 14 Song starke Tracklist mit Klassikern wie „Get Out“, „Ugly In The Morning“ oder „The Gentle Art Of Making Enemies”, auch das ruhige, etwas nasale „Evidence” hatte hier damals und hat noch heute seine Daseinsberechtigung, manche Songs kennt man dann sogar von Covern, wie beispielsweise das eindringliche „Digging The Grave“, genial gecovert von 36 Crazyfists aus Alaska – abgesehen von den allseits bekannten Songs haben sich aber auch 13 (!) Bonus-Stücke auf die Tracklist geschlichen, um die es hier vorwiegend gehen soll.

Fällt der muntere Reigen mit der spanischen Version von „Evidence“ zu Beginn noch ein wenig kitschig aus (wobei eine noch größere Kitschkanone „Spanisch Eyes“ ist, das man sich getrost hätte sparen können – und wer braucht denn bitte noch zusätzlich ein portugiesisches „Evidence“?!), so können doch Tracks wie das teils recht martialische, mit starken Marschrhythmen versehene „Absolute Zero“ oder das gruselig-mysteriöse „Greenfields“ voll überzeugen.

Das recht gemütliche, fünfminütige „Instrumental“ bietet einen guten Kontrapunkt zwischen all den experimentellen Versatzstücken aus Rock, Pop, Punk, Funk, Blues, Metal und was Mike Patton und seine Mannen sonst noch aus der Genre-Kiste ausgraben – „I Wanna F**K Myself“ ist dafür wieder ein Paradebeispiel, kommt es doch in gewollt minderwertiger Soundqualität und mit rotziger Punkattitüde daher und klingt so fast ein bisschen wie die ersten Aufnahmen der Sex Pistols.

Zum Ende haben Faith No More sogar noch ein knapp zehn Minuten langes Interview mit auf die Scheibe gepackt, das – wie so ziemlich alle Interviews jeder Band auf dieser Welt – einen Tick zu leise ist, aber trotzdem ganz gut verständlich ist.

Insgesamt kann sich die Neuauflage von „King For A Day… Fool For A Lifetime“ durchaus sehen und hören lassen. Ein alternatives Artwork wäre schon gewesen, meines Wissens haben sich die Herrschaften aber an das ursprüngliche Cover gehalten. Auch nicht schlecht, so gibt es zumindest keine Verwechslungsgefahr. Eine Punktewertung fällt hier aufgrund des Re-Release-Charakters weg, falsch machen kann man als FNM-Fan hier aber nichts.

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