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Faith No More: Album Of The Year

Faith No More goes Electro - auf der Bonusdisc
keine Wertung
Genre: Alternative Rock, Crossover
Spielzeit: 79:00
Release: 09.09.2016
Label: Rhino Records

Nachdem die Crossover-Remmi-Demmi-Combo Faith No More mit „Sol Invictus” letztes Jahr nach laaaanger Wartezeit (erschien die letzte Studioplatte doch 1997) ein neues Album herausbrachte, kümmert sich die Truppe um Mike Patton jetzt erstmal um die Wiederauffrischung der alten Alben und die Füllung des Backkatalogs: Nachdem „We Care A Lot“ zum ersten Mal seit Veröffentlichung wieder auf Vinyl aufgelegt wurde, folgen nun die beiden Klassiker „King For A Day… Fool For A Lifetime“ und „Album Of The Year“ – beide kommen mit einer ganzen Armada an Bonustracks, Remixen und Live-Songs daher.

Tatsächlich war ausgerechnet das vorliegende Album im Original die letzte Veröffentlichung, bevor Faith No More sich selbst auf Eis legten und die Fans über mögliche Zukunftsperspektiven im Unklaren ließen. Mit Tracks wie dem großartigen Doppel „Stripsearch“ und „Last Cup Of Sorrow“, „Naked In Front Of The Computer” oder „Home Sick Home” war „Album Of The Year” mitnichten das schlechteste Bandalbum, hinterlässt aber im Zuge der nachfolgenden Trennung doch einen komischen Nachgeschmack beim Durchhören.

Auch hier soll es vornehmlich um die Bonus-CD gehen, Songs wie „Path Of Glory“ dürften hinreichend bekannt sein; auch wenn „Album Of The Year“ es nicht mit der „King For A Day… Fool For A Lifetime“-Neuveröffentlichung aufnehmen kann,  was die Menge der Bonusstücke angeht. Immerhin: Acht Tracks haben es auf die zweite Scheibe geschafft, eine bunte Mischung aus Live-Aufnahmen, Remixen und bisher unveröffentlichten Songs – los geht’s mit „Pristina“, dem sich Bassist Billy Gould zum Mixen angenommen hat, was Sinn macht, da das komplette Album seinerzeit in dessen Haus aufgenommen worden war. An den Originaltrack kommt der Song nun aber nicht ran – zu verspielt-elektronisch, zu kalt und steril wirkt die Neuauflage.

„Ashes To Ashes“ kommt im Mix dann ähnlich zart-perlend und fragil daher, hier passt der neue Anstrich aber um einiges besser, richtig tanzbar kann man den Track so auch mal auf einer Party gegen Ende laufen lassen – ein prima Rausschmeißer. Die beiden bisher unbekannten Songs (es sei denn, man hat sich bereits auf YouTube ausgetobt) „Light Up And Let Go“ und „The Big Kahuna“ schlagen in eine ähnliche Kerbe, fallen recht aggressiv aus und klingen mit ihrem schlecht einzuordnenden Crossover-Sound typisch nach Neunzigern.

„This Guy’s In Love With You“ vergeht sich dann in einer schmalzigen Live-Version an einem Song von Burt Bacharach – mal ehrlich, Patton kann so gut singen, bei solcher Schmalz klingt es aber immer, als wäre er genötigt, besonders romantisch zu sein, hätte gar keinen Bock darauf und würde es deshalb ein bisschen versuchen ins Lächerliche zu ziehen. Wir blenden den Track einfach mal aus und halten fest:

„Album Of The Year“ kann nicht derart glanzvoll aus den Ruinen auferstehen wie die „King For A Day…“-Neuveröffentlichung, aber trotz viel Elektro-Spielerei finden sich auch hier unter den Bonustracks einige Highlights. Und wer das Album noch nicht zuhause stehen hat, der kann sich auch direkt die Neuauflage zulegen und muss nicht zweimal Geld ausgeben.

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