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Ensiferum: Dragonheads

Auf jeden Fall kaufenswert
Wertung: 9/10
Genre: Melodic Folk Death Metal
Spielzeit: 25:56
Release: 31.03.2006
Label: Spinefarm Records

Die finnischen Folk-Deather von Ensiferum, die mittlerweile ihr zehntes Jubiläum gefeiert haben, lassen eine neue Mini-CD auf die Menschheit los. Dieses Mal nutzten die Jungs aus Helsinki allerdings nicht dieselbe Lokalität zum Recording, wie bei dem Vorgänger "Iron", sondern betraten die Sonic Pump Studios in heimischem Gefilde. Das Resultat des Studioaufenthaltes wurde auf den Namen "Dragonheads" getauft.

"Dragonheads" ist auch das erste Werk der Schwerttragenden, bei dem Norther Frontmann Petri Lindroos die Lines für Gitarre und Vocals übernimmt, welche beim Album zuvor von Jari Mäenpää, der mittlerweile ein erfolgreiches Soloprojekt namens Wintersun hat, eingespielt wurden. Des Weiteren gab es eine Änderung am Schlagzeug: Oliver Fokin wurde durch Janne Parviainen ersetzt. Dann lasset uns mal schauen, wie der neue Opus der Toivonen-Bande ausschaut.

Schauen, nicht einmal metaphorisch, tue ich im Zusammenhang mit "Dragonheads" sehr gerne, denn das Cover wurde klasse gestaltet, wobei das Booklet mit insgesamt sechs Seiten recht mager ausgefallen, dennoch gut gestaltet ist. Im Prinzip hätte man bei der MCD als Mitglied der Band Jari immernoch angeben sollen, da zwei der drei eigenen Texte von Mäenpää sind. Es sind ältere Songs, die man sonst nur auf den Demos fand.

Lediglich der Titeltrack wurde von einem "tatsächlichen" Mitglied verfasst: Bassist Sami Hinkka schrieb den Text für Dragonheads. Neben diesen drei Ensiferum-eigenen Tracks lässt sich auf der MCD ein Instrumental, ein Amorphis-Cover und ein "Finnish Medley" finden. Ob es Abwandlungen im Stil der Jungs gab kann man bei diesem Liedgut nicht wirklich feststellen - man hört lediglich Unterschiede bei der Growl-Stimme, aber das eben, weil es einen neuen Sänger gibt.

Man kann es nicht feststellen, da "Dragonheads" der einzig "neue" Song ist, welcher auch gleichzeitig als Opener der Platte fungiert. Im Midtempobereich schleicht "Dragonheads" vor sich hin und will uns währenddessen die heldenhafte Einstellung der nordischen Völker vermitteln, die mit einem Schiff lossegeln, obwohl es ziemlich windig ist und regnet. Aber hey - Nonsense kann auch gut klingen und das tut dieser, will man ihn überhaupt so deklarieren. Die Cleanparts sind einwandfrei, das Growlen passend und die Melodien repräsentieren im Grunde eine fröhliche Folk Metal-Welt voller kleiner grüner Trolle, die mit Wikingern um die Wette Met saufen.

Ähnliches gilt für den folgenden, neu-eingespielten Song "Warrior's Quest". Im Vergleich zu der Version auf dem Demo hat dieser hier allerdings eine weitaus bessere Klangqualität.

Sehr ruhig geht es im dritten Track zu, denn dort wird man von der "Kalevala Melody" wirklich eingelullt und man könnte denken, dass die neue Moods vom Vector Versand im Plattenspieler rotiert.

Der nächste und letzte wirklich erwähnenswerte Teil dieser MCD ist "Into Hiding" - ein Amorphis Cover aus der "Tales From A Thousand Lakes"-Epoche. An sich ist die Ensiferum Version nicht schlecht, doch wer ein Amorphis-Liebhaber ist, wie ich, der bevorzugt dann doch das Original, welches man fast nur an der Stimme erkennt - vor allem bei cleanen Parts.

Diese sechs Tracks lange MCD mit 25 Minuten und 56 Sekunden Länge stellt eine weitere kleine Station Ensiferums auf dem Weg nach oben dar. Das Potenzial ist in meinen Augen noch nicht völlig ausgeschöpft, doch die Progressivität kann man anhand eines neuen Tracks auch nicht wirklich analysieren.

Fest steht jedoch, dass Ensiferum im Vergleich zu 1999 viel bessere Produktionsmöglichkeiten hat, denn wer einmal in die Demos gelauscht hat, weiß, wie unschön eigentlich schöne Musik durch das Klanggewand gemacht werden kann. Auf dieser besagten Leitersprosse nach oben befinden sich, wie schon gesagt, ein neuer Track, zwei neue Alte, ein Instrumental, ein Cover und ein Medley. Einen Kauf ist es auf jeden Fall wert - für eine MCD auch neun Punkte.

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