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Caligula: Greastets Hits

Ziellose Aneinanderreihung verschiedener Stile ohne wirklichen Sinn
Wertung: 3/10
Genre: Crossover
Spielzeit: 48:01
Release: 01.06.2013
Label: Dooweet Records

Direkt auf den Punkt gebracht: Wer hört sich so einen Müll überhaupt an? Die Herrschaften von Caligula haben anscheinend eine ganze Clownsfamilie gefrühstückt, bevor sie mit dem Songwriting für ihr zweites Album begonnen haben – anders lässt sich wohl weder die gelegentliche Zirkus-Atmosphäre von „Greastets Hits“ noch der musikalische Klamauk, den die Belgier hier fabrizieren, kaum erklären.

Die zwölf Tracks sind ein ziemlich missratener Crossover aus beschwingter Rockmusik, wütendem Punk, modernem Hardcore, vertracktem Prog und absoluter Clownerie. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen den einzelnen Kompositionen, sieht man mal davon ab, dass Caligula nicht aufgeben, einfach überall herumzuwildern und zu experimentieren und sich stilistisch keine Grenzen setzen. Dies geht grundsätzlich auch in Ordnung, doch da der musikalische Anreiz schon nach wenigen Minuten verloren geht und man irgendwie überhaupt nicht den Drang verspürt, sich das unstete Durcheinander weiter anzuhören, sind die Weichen für diese Scheibe schnell gestellt.

Eine konkrete Beschreibung dessen, was auf „Greastets Hits“ geschieht, kann man eigentlich gar nicht liefern. Biohazard, The Beatles, The Dillinger Escape Plan und der Zirkus Roncalli treffen aufeinander, suchen nach einem gemeinsamen Nenner, finden dabei aber nur Chaos und in manchen Augenblicken auch Verwüstung. Es ist pure Disharmonie, brachialer Swing, witzloser Humor und kreative Anarchie – und am Ende nicht mehr als eine ziellose Aneinanderreihung verschiedener Stile, die keinen wirklichen Sinn ergibt.

Wer es gerne verrückt mag und keine Regeln beim Songwriting benötigt, der wird vielleicht irgendetwas entdecken, was er „Greastets Hits“ abgewinnen kann. Alle anderen sind gut beraten, wenn sie Caligula auch weiterhin keine Beachtung schenken.

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