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Alestorm: Back Through Time

Die Piratenflagge weht wieder im Wind
Wertung: 8.5/10
Genre: Power Metal / Folk Metal
Spielzeit: 43:00
Release: 03.06.2011
Label: Napalm Records

Zwei Jahre nach „Black Sails At Midnight“ kommen die Piratenmetaller Alestorm mit ihrem neuen Album „Back Through Time“ angesegelt. Thematisch hat sich im Vergleich zu den Vorgängern nicht viel geändert. Es geht immer noch um Piratenthemen wie Saufen, die Hurerei, möglichst viele Kehlen und/ oder Bäuche aufschlitzen und natürlich um die Seefahrerei. Soweit gibt es also wenig Innovation.

Die Band ist durch ihr Subgenre aber auch sehr eingeschränkt. Dafür sind die Texte jedoch allesamt recht gut geschrieben und strotzen stellenweise nur so vor Situationskomik. Diese steht den Liedern der Freibeuter auch perfekt zu Gesicht.

Musikalisch kann man eine sehr deutliche Weiterentwicklung feststellen. Die Stücke sind sehr viel ausgereifter als auf den Vorgängeralben. Dabei wurde auch Wert darauf gelegt, die Songs nicht immer nach dem gleichen Schema aufzubauen. Es besteht ein hohes Spektrum an verschiedenen Songstrukturen auf „Back Through Time“. Auf der einen Seite gibt es Ohrwürmer wie „Back Through Time“ oder auch das mitreißende „Shipwrecked“. Diesen Liedern gegenüber stehen Stücke wie „The Sunk’n Norwegian“ oder „Death Throes Of The Terrorsquid“, die mit einem komplexeren Songaufbau aufwarten. Solch aufwendigere Songs stehen den Piraten gut zu Gesicht. Erstens ist der Grad der Abnutzung dieser Stücke wesentlich geringer als bei einfachen, eher eingängigen Stücken und zweitens kann man wesentlich länger kleine Einzelheiten entdecken, die die entsprechenden Lieder interessant halten.

Alestorm klingen auf dem neuen Rundling zudem vielfältiger. Neben Passagen, die an Sodom erinnern, gibt es auch Elemente die richtig stark nach Dimmu Borgir klingen. Paradebeispiel für den Dimmu-Vergleich ist der Titel „Death Throes Of The Terrorsquid“. Egal ob der Gesang oder der Gitarrensound - hier klingt Vieles nach den Norwegern. Im Allgemeinen ist der Sound der Scheibe recht fett und gleichzeitig filigran geworden. Die Schießbude klingt bis auf die etwas komisch hohl wirkende Snaredrum gut. Außerdem ist auch der Gitarrensound gut, allerdings fehlt es ein ganz klein wenig an Biss. Sehr vielseitig ist der Gesang geworden. Shouter Christopher Bowes hat sich sehr verausgabt und herausgekommen sind sehr ansprechende Gesangslinien, die nie langweilig werden.

„Back Through Time“ ist ein sehr abwechslungsreiches Album geworden. Neben den verschiedenen, neu eingebrachten Stilmitteln und der etwas härteren Gangart überzeugen Alestorm vorrangig mit ihrem ausgefeilten Songwriting. Egal ob sich die Band im unteren oder oberen Tempobereich bewegt, sie macht immer eine gute Figur. Das Album lässt sich gut von vorne bis hinten durchhören, man kann aber auch querfeldein hören, ohne das Konzept des Albums zu stören. Fans der Combo können beruhigt und blind zuschlagen. Freunde von Gruppen wie Ensiferum oder auch Turisas als Beispiel dürften sich mit der Scheibe auch leicht anfreunden können. Mit „Back Through Time“ können vor allem Power-Metal- und Folk-Metal-Fans nichts verkehrt machen.

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