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We Need Guns!, I Killed Bambis Mum In A Fist Fight, Aaron Hellvis im Konzert (Lübeck, März 2011)

We Need Guns: Releaseshow in der Heimat

We Need Guns! live in Hamburg

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Was für einen geeigneteren Ort gibt es für eine CD-Veröffentlichung als die Heimatstadt? Diese Frage haben sich auch We Need Guns! gestellt, offenbar haben sie keine Antwort gefunden. Aus diesem Grund spielten sie am 25. März im Lübecker „99“, um ihre neue EP „One Horizon Many Ways“ vorzustellen. Tatkräftige Unterstützung bekamen sie dabei von den Metal- und Hardcorern I Killed Bambis Mum In A Fist Fight und den Eutiner Rockern Aaron Hellvis. Die Hannoveraner Are Those Your Friends mussten krankheitsbedingt wenige Stunden vor dem Auftritt absagen, eine Ersatzband konnte auf die Schnelle nicht mehr gefunden werden.

I Killed Bambis Mum In A Fist Fight

Nachdem um etwa 19:00 Uhr die Türen geöffnet wurden, vergingen noch über zwei Stunden, bis die fünf Jungs mit dem sehr außergewöhnlichen Bandnamen anfingen. Zwar sollte es ursprünglich schon gegen 20:00 Uhr beginnen, aufgrund des Ausfalls der nächsten Band wurde sich allerdings deutlich mehr Zeit gelassen.
Bevor die Band zu spielen anfing, machte sie einige Ansagen zum Thema Snickers-Riegel. Die Bedeutung war zwar nur den wenigsten im „99“ klar, die Bandmitglieder und deren Freunde freuten sich jedoch drüber. Anschließend ging es dann los mit melodischem Hardcore, der mit einer Menge metallischer Riffs und kräftigen Breakdowns versehen war.

Trotz fehlender Setlist spielten IKBMIAFF etwa 30 Minuten lang verschiedene Songs aus ihrem Repertoire. Vor der Bühne – insofern man die ebenerdige Fläche als solche bezeichnen kann – standen etwa zehn Menschen, die vereinzelt mit dem Kopf nickten oder ihre Haare im Takt schüttelten. Wirklich bewegen wollte sich allerdings keiner, was sicherlich auch mit dem etwas verwaschenen Sound zu tun hatte. Als die Band „Respect and Honour“ anstimmte, den Track, mit dem über soziale Netzwerke auf sich aufmerksam gemacht wird, konnten immerhin mehrere Leute zum Mitgrölen animiert werden.

Gegen 21:30 begannen die Fünf aus Mecklenburg-Vorpommern ihren letzten Song, anschließend übergaben sie die Bühne Aaron Hellvis, die nach einer 30-minütigen Umbaupause beginnen konnten.

Aaron Hellvis

Kurz nach 22:00 Uhr betraten die vier jungen Männer von Aaron Hellvis mit zurückgegelten Haaren, Bärten und Lederjacken die Bühne. Für sie sollte es einer der letzten Auftritte, bevor das Debütalbum „Dancefloor on Fire“ erscheint, sein. Schon nach dem ersten Song „Riding“ war jedoch klar, dass die Band mit ihrer Musik das falsche Publikum vor sich hatte. Sie spielten ihren schnellen und energischen Rock'n'Roll, während sich auf den Stühlen und an der Bar fast ausschließlich Metal- und Hardcorer vergnügten. Diese konnten auch mit dem Motörhead-Cover „Ace Of Spades“ nichts anfangen. Einzelpersonen sangen mit, die Mehrheit des Publikums nahm die Band allerdings nur als Kneipenmusik wahr.

Häufig versuchten Aaron Hellvis, das Publikum durch ihre Refrains zum Tanzen oder zumindest zum Mitsingen zu bewegen. Obwohl dazu auch noch der Sound wirklich super war, wollte der Funke nicht überspringen. Die vier Männer waren sich dessen selbstverständlich bewusst, machten dennoch keinen enttäuschten Eindruck. Mit viel Kraft und viel Freude spielten sie ihr elf Songs umfassendes Set zuende.
Schon in wenigen Wochen werden die Rock'n'Roller wieder in Lübeck sein. Da ihr Album Anfang des Monats April erscheint, kommen sie in diesem Monat für zwei Konzerte vorbei, bei denen das Publikum wahrscheinlich ihrer Musik entsprechend ist!

Setlist:

1. Riding
2. Rock'n'Roll All Night Long
3. Love/Hell
4. Ace of Spades
5. Prison Yard Riot
6. Sir Lucky John Booze
7. Believe
8. Tear A Fight
9. Highway Hellcat
10. Dancefloor
11. Ghosttown Jukebox

We Need Guns!

Nachdem ihre letzte Show in Lübeck nun schon sechs Wochen her war, waren We Need Guns! nun wieder in ihrer Heimatstadt. Der Anlass war ein ganz besonderer: Die zweite EP „One Horizon Many Ways“ wurde veröffentlicht.
Um kurz vor halb zwölf betrat die Band die Bühne und begann wie auch im Februar mit einem Intro, bestehend aus elektronischer Musik und einem anschließenden Breakdown. Das Publikum zeigte schon nach den ersten Momenten, dass es an diesem Abend doch noch Lust hat, sich zu bewegen.

Es folgte der erste Song „Never Gone“, der auch auf der neuen EP zu finden ist. Ebenso wie beim anschließenden Titeltrack „One Horizon Many Ways“ sprangen und tanzten einige Leute vor der Bühne, was die Lübecker sichtbar erfreute.
Die durch das depressiv und atmosphärisch angehauchte „Definition Of Time“ Stimmung verflog beim anschließenden „Blastbeatsong“ sofort. Gerade diese beiden Songs machten deutlich, wie abwechslungsreich die Musik von We Need Guns! ist, und warum sie so viele Menschen erreichen kann. Auf langsamen Melodic Hardcore folgt schneller Metalcore, eine reife Leistung für eine erst seit anderthalb Jahren bestehende Band.
Die beste Bestätigung lieferten die Zuschauer. Während einige Leute mit ihren Händen Krebszangen bildeten, krebsartig durch den Club liefen und dabei lautstark „Crabcore“ riefen, tanzten andere wiederum wild vor der Bühne im Moshpit.

Nach dem 45-minütigen Set gaben We Need Guns! als Zugabe noch „So What“ von Anti-Nowhere League, ein Song, den auch schon die großen Metallica coverten, zum Besten. Auch ungefragt folgte noch ein weiterer Zugabesong, dessen Ende die Menschen gegen 00:25 in die Nacht entließ.

Setlist:

1. Riding
2. R'n'R All Night Long
3. Love Is Love & Hell Is Hell
4. Ace Of Spades
5. Prison Yard Riot
6. Sir Lucky John Booze
7. Believe
8. Terrified
9. Highway Hellcat
10. Dancefloor On Fire
11. Ghosttown Jukebox

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