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Wacken Open Air 2012

Organisatorische Mängel und Schlammschlacht können die Feierlaune nicht komplett verhageln

Saxon

Die britischen Metalveteranen Saxon sind Stammgäste beim Wacken Open Air. Seit sehr vielen Jahren tourt die Gruppe in Richtung Norddeutschland, um einen Zwischenstopp in Wacken einzulegen. Auch im Jahr 2012 sind die Briten um Frontmann Biff wieder mit an Bord. Wie auch in den vergangenen Jahren kann die Band viele Fans vor die Bühne locken, die begeistert auf die Show warten.

Los geht es mit „Heavy Metal Thunder“. Der Sound ist sehr gut, auch weiter hinten kann man alles gut verstehen und alles klingt sauber. Auf der Bühne gibt sich die Band alle Mühe, gleich Vollgas zu geben, was auch sehr gut funktioniert. Die Musiker sind immer über die ganze Bühne verteilt am vorderen Rand präsent und interagieren viel mit den Zuhörern. Anstelle von Pyrotechnik gibt es bis jetzt einige Jet Streams, die immer wieder in die Höhe schießen. Das ist auch sehr eindrucksvoll, stinkt aber nicht und ist auch sonst ungefährlich.
Den Fans wird keine Zeit zum Applaudieren gegeben. Ohne Pause schwenkt die Band auf „Hammer Of The Gods“ über. Die Gruppe ist bei bester Laune und wirkt auch irgendwie frischer als bei vergangenen Auftritten.

Die Zuhörer werden auf eine Zeitreise durch die Bandgeschichte geführt. Gleichzeitig wechselt der Tag zur Nacht. Für die Briten ist es ja nicht schwierig, ein Best-Of-Set zusammenzustellen: Die Menge der Hits von Saxon würde alleine reichen, um diesen Slot zu füllen. Logischerweise will die Band aber auch ein paar aktuellere Nummern in Wacken zocken. Und so kommt es, dass sich Lieder wie „Hammer Of The Gods“ vom aktuellen Album gleich neben „Power And The Glory“ vom gleichnamigen Album aus dem Jahr 1983 auf der Setlist befinden. Hinzu kommt dann noch, dass sich im Publikum viele Zuhörer befinden, die noch gar nicht auf der Welt waren, als die Band ihre ersten Hits hatte.

Wie zu erwarten war, packt die Combo aber doch noch die Gasflaschen aus und feuert jede Menge Feuerkugeln ab. Beeindruckend ist vor allem die Flammenwerferlinie am hinteren Bühnenrand über dem Schlagzeug – das ist mal etwas Neues.

Mit einer sehr energiegeladenen Show können die Briten durchaus überzeugen. Langeweile kommt sicherlich nicht auf. Um den einen oder anderen kessen Spruch war Biff noch nie verlegen und so lässt er auch hier wieder ein paar flotte Ansagen los.

Als ziemlich nervig entpuppt sich die Werbetruppe einer Rumsorte, die immer wieder kostümiert und mit erhobener, wenn auch kleiner, Fahne durch die Menge wandert. Erstens gehen die Zuhörer schon selber zum wirklich nicht übersehbaren Ausschank, wenn sie Lust auf Rohrschnaps haben und zweitens wollen die Zuhörer das Konzert sehen und nicht die dumme Fahne.

Die Höhepunkte des Konzerts sind das Drumsolo und die letzten paar Lieder. Da zeigt sich noch einmal, mit welcher Energie Saxon nach wie vor noch ausgestattet sind. Als allerletzten Song gibt es „Princess Of The Night“. Der Überklassiker der Band wird begleitet von riesigen Jet-Stream-Fontänen, die immer wieder die komplette Bühne einhüllen und das hinter dem Nebel liegende Scheinwerferlicht auf bizarre Weise verzerren. Auch wenn die Band in Wacken Stammgäste sind und von vielen als wenig überraschend betrachtet werden, muss man der Band lassen, dass sie nun mal rockt wie die Hölle.

Setlist:

1. Heavy Metal Thunder
2. Hammer Of The Gods
3. Power And The Glory
4. 20,000 Ft
5. Never Surrender
6. Dogs Of War
7. Motorcycle Man
8. I've Got To Rock (To Stay Alive)
9. Crusader
10. Rock the Nations
11. Drum Solo
12. Battalions Of Steel
13. The Eagle Has Landed
14. Wheels Of Steel
15. To Hell And Back Again
16. Denim And Leather
18. Strong Arm of the Law
19. 747 (Strangers in the Night)
20. Princess Of The Night

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