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Wacken Open Air 2012

Organisatorische Mängel und Schlammschlacht können die Feierlaune nicht komplett verhageln

U.D.O.

Udo Dirkschneider lädt mit seiner Truppe zum Tanz und die Massen kommen. Das Festivalgelände ist für die Uhrzeit (es ist 19 Uhr) ganz schön gut gefüllt. Und das, obwohl das Wetter nicht mitspielt. Der Starkregen ist zwar schon eine ganze Weile her, aber nun tröpfelt/regnet es schon wieder.

Auf der Bühne merkt man davon natürlich nur wenig. U.D.O. zocken zur Einstimmung „Rev-Raptor“ und das Publikum geht gut mit. So richtig gezündet hat das Stück aber nur in unmittelbarer Nähe der Bühne. Bei „Thunderball“ sieht die Sache dann schon anders aus: Die recht schnelle Nummer kommt gut an und das Zuhörermeer beginnt sich zu bewegen.

„Hallo Wacken! Euch geht es gut da draußen?“ So begrüßt der frühere Accept-Sänger die Zuhörer und bekommt als Antwort einen lauten Schrei aus tausenden Kehlen. So richtig startet die Party mit „Screaming For A Love-Bite“: Tausende Hände strecken sich gen Himmel und ebenso viele Münder singen den Refrain lautstark mit. Allerdings schwächelt der Frontmann bei der Nummer stimmlich schon kurzzeitig ein wenig. Den Fans ist das egal, sie freuen sich einfach über den Klassiker.

Ab „Dancing With An Angel“ startet der besondere Teil der Show. Nun holen sich U.D.O. eine Gastsängerin auf die Bühne wenig überraschend handelt es sich dabei um Doro. Es gibt nichts an der Performance der Künstlerin auszusetzen, aber langsam erscheint sie beim Wacken Open Air ein bisschen inflationär. Der Song kommt natürlich trotzdem gut an, obwohl er eine Powerballade ist. Udo Dirkschneider steigt bei der Nummer auch auf eine fast cleane Stimme um und, siehe da, auch clean singend kann der Mann überzeugen. Noch eines darf man Doro höchstwahrscheinlich nicht ankreiden: Sie scheint diese Gastauftritte nicht aus irgendwelchen niederen Gründen zu absolvieren, sondern es macht den Eindruck, dass sie mit den Musikern befreundet ist. Das rückt die Sache auch schon wieder in ein anderes Licht.

Ab „Animal House“ tauscht Udo die komplette Band aus. Die Saiteninstrumente werden von früheren Weggefährten des Shouters besetzt und an den Drums nimmt sein Sohn, Sven Dirkschneider, Platz.

Diese Formation bleibt bis zum Titel „Break The Rules“ bestehen, dann ist es soweit und es gibt einen weiteren Special Guest. Dieser ist kein Geringerer als Obermonster Mr. Lordi von der gleichnamigen Band. Durch die Mega-Plateaustiefel überragt das Monster Udo um bestimmt einen halben Meter. Die Kombination Lordi und U.D.O. ist jetzt auch nicht ganz neu, sie war aber nicht so vorhersehbar.

Es folgen noch ein paar Klassiker, die natürlich nicht fehlen dürfen und auch die meiste Aufmerksamkeit erhaschen können. „Man And The Machine“ und „Metal Heart“ sind immer wieder gern gehörte alte Accept-Songs und mit „Balls To The Wall“ gibt es noch mal ein letztes Schmankerl. Hier kommen noch einmal die Rockröhre Doro und Mr. Lordi auf die Bühne, um die Nummer gemeinsam mit der Band zu zelebrieren. Wäre das Wetter auch nur ein bisschen besser gewesen, dann hätte der Gig zur richtig geilen Party ausarten können. 

Setlist:

1. Rev-Raptor
2. Thunderball
3. Leatherhead
4. Screaming For A Love-Bite
5. Vendetta
6. Princess Of The Dawn
7. Head Over Heels
8. Dancing With An Angel
9. Animal House
10. Heart Of Gold
11. They Want War
12. Break The Rules
13. Man And Machine
14. Metal Heart
15. The Bogeyman
16. Balls To The Wall

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