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Wacken Open Air 2012

Organisatorische Mängel und Schlammschlacht können die Feierlaune nicht komplett verhageln

Disquiet

Aus den Niederlanden sind Disquiet zum Metal Battle angereist. Die Melo-Thrash-Combo hat wie alle anderen Bands beim Metal Battle ebenfalls zwanzig Minuten Zeit, um das Publikum für sich zu begeistern. Da bleibt nicht viel Zeit für Spielereien und die Jungs legen auch gleich voll los. Mit ihrer melodischen, aber trotzdem sehr harten Musik können sie gleich eine Brücke zu den Zuhörern errichten.

Sänger Sean tobt über die Bühne und schreit dabei wie ein Verrückter ins Mikro. Auch die anderen Musiker zeigen Bewegung. Die Gitarristen haben nicht so viel Bewegungsfreiraum wie der Fronter, aber trotzdem geben sie alles. Die Zuhörer sind gleich bei der Band, gefesselt beobachten einige das
infernalische Treiben vor ihnen. Die Gruppe schafft es mit einfachen Mitteln, die Beobachter in ihren Bann zu ziehen. Viel Headbangen und Bewegung auf dem Podest färben auch auf das Parkett ab. Es bilden sich zwar keine Circlepits oder dergleichen, aber ein bisschen Geschubse gibt es schon. Zwischen den Liedern ertönt lauter Applaus, der wie verstärkt von den Zeltplanen widerhallt.

Das überzeugendste Argument der Gruppe sind die Songs. Technisch aufgepeppter Thrash Metal mit viel Emotionen verpackt in ein recht hartes Gewand – so ungefähr könnte man große Teile der Stücke
umschreiben. Die Detailverliebtheit der Songwriter ist ebenfalls beachtenswert: Mit filigraner Hingabe wurde ein jedes Liedfragment genau auf die Art und Weise drapiert, dass es am besten wirkt. Leider sind zwanzig Minuten für solch relativ komplexe Musik deutlich zu wenig und Disquiet können ihr Potential nicht voll zur Geltung bringen. Nichtsdestotrotz rockt die Band richtig geil!

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