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Wacken Open Air 2012

Organisatorische Mängel und Schlammschlacht können die Feierlaune nicht komplett verhageln

Paradise Lost

Ein besonderes Ereignis steht auf der Party Stage an: Nick Holmes und Paradise Lost spielen zum ersten Mal in Wacken. Das kann man kaum glauben, denn die Gruppe zählt zu den eindeutigen Mitbegründern eines über ein Jahrzehnt lang wirklich erfolgreichen Metalgenres. Das 1991 erschienene Album „Gothic“ gab dem Gothic Metal sogar seinen Namen.

Lange Zeit wurde es immer ruhiger um die Engländer. Nun ist die Gruppe mit dem neuen Album „Tragic Idol“ zurück und schafft es auch zum ersten Mal nach Schleswig-Holstein. Mit der Nummer „The Enemy“ vom 2007er Album „In Requiem“ beginnen die Engländer ihr Konzert. Direkt vor der Bühne stehen die Fans relativ dicht gedrängt, aber weiter hinten ist das Infield zumindest momentan
noch erschreckend leer. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass schon wieder Regenwolken aufziehen. Ob der Umstand, dass die Gothic Metaller gleichzeitig mit Napalm Death spielen, einen Einfluss hat, das kann hier nicht geklärt werden.

Weiter geht es mit der ersten Nummer vom aktuellen Rundling „Honesty In Death“. Schnell merkt man die Rückbesinnung der Band zum Sound der früheren Platten: Deutlich rockiger und dichter als zuletzt noch geht es bei dem Lied zur Sache. Langsam aber sicher mehrt sich auch die Zuschauerschar. Die ersten Reihen feiern richtig schön mit, aber relativ kurz hinter der Absperrung verwandelt sich die feiernde Meute in einfach beobachtende Zuschauer. Gut, die Musik von Paradise Lost ist nun auch mal keine wirkliche Partymusik.

Vom neuen Album gibt es noch den Titeltrack. Der Song ist ein richtiger Kracher und erregt auch dementsprechende Reaktionen. Trotz des gedrosselten Tempos kann man nun jede Menge Headbanger beobachten. Die Band freut sich über den Zuspruch von den Fans, dennoch ist die  Darbietung auf der Bühne eher ruhig. Die Musiker bewegen sich zwar schon, aber nicht so wild wie bei anderen Bands, allerdings würde das auch gar nicht passen.

Als die Band mit „One Second“ einen ihrer größten Hits anstimmt, beginnt es zu regnen – trotzdem wendet sich niemand von der Bühne ab. Nick Holmes quittiert den Regen nur mit: „Is it raining? Typical.“ Auch auf Barney von Napalm Death verweist er mehrmals, weil man die Band recht stark herüberhört.

Für den allerletzten Titel haben sich Paradise Lost dann noch ihren wahrscheinlich bisher kommerziell erfolgreichsten Song aufgehoben: „Say Just Words“ kommt auch dementsprechend gut an. Tosender Applaus schlägt der Gruppe entgegen, als sie die Bühne nach einer beeindruckenden Show verlässt.

Setlist

1. The Enemy
2. Honesty in Death
3. Erased
4. As I Die
5. Tragic Idol
6. Forever Failure
7. One Second
8. Fear of Impending Hell
9. Faith Divides Us - Death Unites Us
10. Say Just Words

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