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Wacken Open Air 2012

Organisatorische Mängel und Schlammschlacht können die Feierlaune nicht komplett verhageln

Samstag, 4. August

Gamma Ray

Gamma Ray waren zuletzt 2009 beim Wacken anwesend, seitdem hat man mit „To The Metal“ ein neues Album im Gepäck, von dem mit dem Titelsong und „Empathy“ zwei Stücke präsentiert werden, ansonsten haben Kai Hansen und Co. nicht so wahnsinnig viele Überraschungen zu bieten: Eröffnet wird mit „Induction“ und „Dethrone Tyranny“ von der sich immer noch großer Beliebtheit erfreuenden „No World Order“ und natürlich dürfen auch „Rebellion In Dreamland“ und vor allem die ganz alten Helloween-Gassenhauer nicht fehlen: „Ride The Sky“ und „I Want Out“ tauchen regelmäßig in der Setlist der Hamburger auf und auch heute sind die Leute nicht gerade unzufrieden damit, dass diese Evergreens gezockt werden. Man muss wohl einräumen, dass der gute Kai gerade bei „Ride The Sky“ mit den teilweise tückisch hohen Gesangsmelodien im Refrain ganz schöne Schwierigkeiten hat, aber man wird ja nicht jünger und es ist halt nicht jeder ein Michael Kiske oder Bruce Dickinson. Alles in allem ist das aber noch mehr als passabel, was Hansen abliefert.

Und selbst wenn man die Musik nicht mag, man muss diesen Typen einfach mögen. Wie er in herrlich hanseatischer Manier sagt: „Wir haben ein bisschen Sonne mitgebracht… Ja, das waren wir. Nä? Scheißregen und so…“ ist einfach nur zum Schießen. Allerdings stellt sich die Frage, wo eigentlich Daniel Zimmermann abgeblieben ist, denn nicht zum ersten Mal sitzt Michael Ehré von Metalium hinter der Schießbude. Hat der Verfasser dieser Zeilen da irgendwie gepennt?

Seinen Vertreterjob erledigt Ehré aber auch heute ohne Fehl und Tadel, wie sich überhaupt die Band in guter, spielfreudiger Form zeigt. Das ist bei Helloween ja inzwischen schon längst nicht mehr der Standard, vielleicht könnten die sich bei ihrem Ex-Mitmusiker und seinen Jungs mal eine Scheibe abschneiden. Dafür, dass es noch recht früh am Tag ist (Gamma Ray sind heute die erste Band auf der True Metal Stage), lässt sich außerdem bereits eine absolut brauchbare Stimmung feststellen, aber dass Kai Hansen bei vielen Fans Gottstatus besitzt, ist schließlich keine absolute Neuigkeit, und so feiern die Anwesenden, so gut es geht. Noch weiß ja keiner, dass es bald schon wieder anfangen soll zu regnen; gänzlich konnten Kai und seine Kumpels das schlechte Wetter leider doch nicht vertreiben.

Setlist:

Induction
Dethrone Tyranny
Heaven Can Wait
Fight
Empathy
Ride The Sky
To The Metal
Rebellion In Dreamland
I Want Out
Send Me A Sign

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