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Wacken Open Air 2012

Organisatorische Mängel und Schlammschlacht können die Feierlaune nicht komplett verhageln

The Black Dahlia Murder geben alles und versprühen Energie wie keine andere Band, haben aber leider kaum Zeit für eine umfangreiche Setlist

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The Black Dahlia Murder

Nachdem Darkest Hour auf der W.E.T. Stage eingeheizt haben, machen sich The Black Dahlia Murder daran, die Headbanger Stage zu erobern. Mit der grandiosen aktuellen Platte „Ritual“ im Gepäck ist die Band gerade erst mit Nile und Skeletonwitch in den Staaten auf Tour gewesen, um anschließend die europäischen Clubs sowie Festivals unsicher zu machen, so auch auf dem diesjährigen Wacken Open Air. Und live in Aktion ist der Fünfer einfach nur einmalig, das Publikum wird sofort in den Bann gezogen.

Die Truppe strotzt nur so vor Energie und Wahnsinn, wie ein brodelndes Feuer, das sich schon vom ersten Moment an, in dem die ganze Besetzung die Bühne erstürmt, entzündet hat und eifrig weiter lodert. Erfreulicherweise beginnt die Show mit dem Song „A Shrine To Madness“, der auch schon auf dem aktuellen Album den perfekten Opener markiert und diesen auch während der Live-Shows darstellt. Zwar kommt gerade bei dem flotten Tempo, das The Black Dahlia Murder an den Tag legen, der unausgeglichene und hallende Sound des Zelts zur Geltung, aber darüber kann man angesichts der Tatsache, dass da auf der Bühne Unglaubliches geboten wird, schnell hinwegsehen.

Leider ist dieses Spektakel auch wieder so schnell vorbei, wie es angefangen hat. Völlig unerwartet bricht die Band nach „I Will Return“ ihren Auftritt ab und hinterlässt ein genauso zufriedenes wie auch ernüchterndes Gefühl, als hätte man einen mitten im Film abrupt aus dem Kino gerissen. Zufrieden, weil die Show einfach erstklassig war, ernüchternd, dass die Zeit nicht für mehr gereicht hätte und das Ganze so ein schnelles Ende gefunden hat. Leider wird sich dieser Eindruck im Zelt im Laufe des Tages noch verstärken. The Black Dahlia Murder haben vielleicht gerade mal die Hälfte ihrer regulären Setlist gespielt, wer hat sich denn so etwas ausgedacht? Es ist nicht mal genug Zeit gewesen, um sich die Shirts auszuziehen, und was ist ein TBDM-Gig schon ohne die dicken Wänste der Bandmitglieder? Dazukommend ist es umso enttäuschender, dass die Spielzeit nur für die Tracks vom neuen Album gereicht hat und nicht ein einziger Track von den ersten beiden Studioalben Platz gefunden hat, nicht einmal „Miasma“ oder „Statutory Ape“.

Was bleibt letztendlich noch zu sagen? Eine unfassbar geile und energische Live-Band, eine enorme Bühnenpräsenz, nur ein leider viel zu kurzes Set. Nächstes Mal The Black Dahlia Murder bitte wieder auf einer der Main Stages, da, wo die Band hingehört!

Setlist:

1. A Shrine To Madness
2. Moonlight Equilibrium
3. What A Horrible Night To Have A Curse
4. Malenchantments Of The Necrosphere
5. Necropolis
6. On Stirring Seas Of Salted Blood
7. I Will Return

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