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Wacken Open Air 2009

Ein würdiges Jubiläum

Campinggelände und Wackingerdorf

Zum Thema

Den persönlichen Abschluss des diesjährigen Wacken markiert für mich KorpiklaaniSubway To Sally muss ich mir nun wirklich nicht geben –, die ich mir allerdings nur aus weiter Entfernung und lediglich zwanzig Minuten ansehe. Die Finnen sind sicherlich eine lustige Truppe und haben mit Hits wie „Beer Beer“ und „Happy Little Boozer“ auch zu so später Stunde noch erstaunlich viele Leute auf ihrer Seite, doch nach drei Tagen Festival mit gut zwanzig Bands ist bei mir der Ofen einfach aus und die Feierlaune einer ziemlichen Erschöpfung gewichen. Doch zufrieden kann man auch dieses Jahr wieder sein. 
Es gab definitiv wieder value for money – auch ohne Metallica, Maiden oder AC/DC. Das Wetter war fast durchgängig gut und der Sound bei den einzelnen Acts schwankte zwar teilweise erheblich, war insgesamt aber ebenfalls okay und meiner Ansicht zumindest besser als letztes Jahr. 

Einhergehend natürlich die jedes Jahr immer mehr zunehmende Kommerzialisierung und die teilweise wirklich unverschämten Preise. 3,50 € für eine Dose Wacken-Bier, 4,50 € für einen Döner, von dem nicht einmal drei satt machen würden, ein eigener Supermarkt mit Brezeln und belegten Brötchen für je 3,50 €, Becks-Werbung überall, wo man nur hinsieht – all das stößt schon ein wenig sauer auf. Genauso wie die Tatsache, dass anscheinend unheimlich viele Leute mit kleinen Kindern angereist sind – in dem Maße habe ich das noch nie gesehen. Ist ja schön und gut, wenn Eltern ihren Kindern gleich die richtige Musik zeigen wollen, trotzdem halte ich es für unverantwortlich, Fünfjährige auf ein Festival mitzunehmen. Dies weniger wegen des Lärms (die meisten Kinder trugen bauarbeitermäßigen Gehörschutz), sondern wegen der ganzen Sauferei in unmittelbarer Umgebung – Schnapsleichen gab’s schließlich selbstverständlich auch dieses Jahr wieder noch und nöcher.

Auch Attraktionen auf den Nebenschauplätzen gab es dieses Jahr wieder eine ganze Menge. So konnten sich masochistisch Veranlagte im „Wackingerdorf“, welches im Mittelalterstil hergerichtet war, auspeitschen lassen und bekamen als Belohnung für fünf ausgehaltene Schläge einen Keks (mir tut es da schon beim Zuschauen weh), genauso wie Wrestling dargeboten wurde und Schwertkämpfe für Rollenspieler stattfanden.
Das mag für die meisten (so auch den Verfasser dieser Zeilen) eher unwichtig sein und man kann den Kommerz, die „Touristen“ und die Preise kritisieren, doch das wichtigste, die Musik, spricht für Wacken, denn hier wird eben immer Qualität geboten. Auch nächstes Jahr garantiert wieder, denn mit der Black-Metal-Legende Immortal und der Mittelalterband Corvus Corax sind schon mal zwei Topacts fürs nächste Jahr bestätigt. Wir sind 2010 also gerne wieder mit dabei.

Eine netter Dialog sei abschließend noch genannt, der belegt, dass wir viel gelacht haben und Spaß hatten:
- „Ich glaube, ich kauf mir auch mal so ’n Trinkhorn.“
- „Von welchen Viechern stammen diese Hörner eigentlich?“
- „Na, das sind doch diese Rinder mit den langen Haaren... wie hießen die denn noch mal?“
- „Metal-Rinder?“


Vielen Dank an Britta Kock von der WOA-Organisation für die Freigabe der Live-Fotos, deren Copyright bei Rolf Klatt liegt.

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