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Tiamat, Orden Ogan, Mainpoint im Konzert (Essen, Dezember 2010)

Schnee und Eis konnten einen geilen Abend nicht verhindern

Mainpoint rackerten ordentlich

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Die Anreise nach Essen wurde durch die zahlreichen Wetterkapriolen enorm erschwert. Die eisige Naturhand hatte die Faust nach dem Ruhrpott ausgestreckt, und schon ließen alle öffentlichen Nahverkehrsunternehmen die Köpfe hängen, stellten den Busverkehr komplett sowie den Straßenbahnverkehr zum größten Teil ein. Die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn – ohne Worte.

Turock-Inhaber Peter musste auch zahlreiche Telefonate mit einem „Ja, das Konzert findet statt“ beantworten, aber trotzdem sind nicht alle gekommen. So tummelten sich gegen Ende vielleicht 100 Fans im Turock – deutlich weniger als Karten im Vorverkauf abgesetzt wurden. Doch diejenigen, die sich den mühsamen Weg auferlegten, wurden mit einem hervorragenden Konzert getröstet – Tiamat sei Dank. Zwar wurden Mainpoint weitestgehend ignoriert, doch Orden Ogan dagegen konnten einmal mehr auch eigene Fans nach Essen locken.

Mainpoint

Ups, was war denn da passiert: Sollte dort nicht ein Quintett auf der Bühne stehen? Tatsächlich versammelte sich dort oben nur ein Trio. Zwar ließ Fronthühne – schließlich kann er mit stattlichen 2,05 Metern nicht mehr beim Zwergenwerfen mitmachen – mitten im Set verlauten, dass sie eigentlich zu fünft seien, aber den Grund für die Dezimierung ließ er offen.

Für drei Shows sollten Mainpoint den Toursupport für Tiamat stellen, allerdings wurde die Show einen Tag später wegen der heftigen Unwetter durch den Schnee geschluckt.

Auch in Essen waren die Wetterbedingungen wie schon erwähnt besonders heftig, und so mussten Mainpoint vor sehr übersichtlichem Publikum eröffnen. Offensichtlich hatten die Anwesenden auch vorher kaum von Mainpoint gehört, obwohl diese Rostoker Combo nun schon gute 14 Jahre durch die Clubs tingelt und auch schon im Vorprogramm von Bands wie Theatre Of Tragedy, Tanzwut oder gar Kreator spielte. Und zuerst waren die Anwesenden auch nur mäßig von diesem Konglomerat aus Type O Negative und Moonspell angetan. So schleppend wie das Publikum surrten auch Mainpoint durch ihre Songs, schön im Midtempo wummerte sachte „Deathroad Labyrinth“ daher und heimste den ersten zaghaften Applaus ein.

Auf der Bühne gab kaum bis gar keine Bewegung, vor der Bühne wuselte lediglich der The-Pit.de-Fotograf von rechts nach links, und die Fans stärkten sich mit Gerstenkaltschalen oder gar Kaffee im oberen Gastronomiebereich. Und wenn der Abend schon nicht optimal begann, so passte es doch auch ganz gut ins Bild, dass Axel vor „Anaemic State“ auch noch mit einigen Problemen mit seinem Tieftöner zu kämpfen hatte.

Das hört sich bisher natürlich recht trostlos an, dabei war es das noch nicht einmal. Natürlich entpuppten sich die Drei nicht gerade als Bewegungswunder, sondern hielten immer wieder treu an ihrem Standort fest, was aber auch ganz gut zur Musik passte, die immer ein wenig getragen, teilweise balladesk und nur mit wenigen Ausflügen in schnellere Sphären sehr basslastig aus den Boxen dröhnte.

Tapfer versuchten diese Gothic-Geschöpfe immer weiter, einen sanften Lichtschein am Turockhimmel zu erhaschen, aber das Gros der Fans hatte nicht mehr als mauen Applaus übrig. Mit „Craving Pt. II“ gaben die Jungs dann endlich einmal mehr Gas, und schon waren auch herzlichere Reaktionen der Fans vernehmbar. Mit dem Rausschmeißer „Cowboys“, der auch ein wenig beschwingter zumindest einige Füße wippen ließ, verabschiedeten sich Mainpoint dann unter ordentlichen, aber nicht überbordenden Applaus. Zumindest machte das Trio einen zufriedenen Eindruck, die Fans hingegen vertieften geschwind ihre Privatgespräche.

Setlist:

Dark Deep Down
Fatherland
Deathroad Labyrinth
Anaemic State
Radioactive
Ave Satani!
Craving Pt. II
Basement
Cowboys

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