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Griftegard

Als nächstes standen die Doom Metaller Griftegard aus Schweden auf dem Programm. Die Bühne wurde mit einer Predigerkanzel bestückt, Prediger Thomas platzierte sich direkt dahinter und hatte in den folgenden gut 40 Minuten auch nicht mehr vor, diesen angestammten Platz zu verlassen. Wenig lebensbejahend, sehr melancholisch und sehr sehr doomig starteten Griftegard mit dem mehr als zehn Minuten langen „Paul Gustave Doré“ von der „Psalm Bok“-EP. Sofort fiel auf, dass auf der Bühne trotz der starren Haltung vom Frontmann mehr Bewegung aufkam, weil nämlich die Rhythmusfraktion auch schon mal munter vor sich hinposte. Munter? Sicherlich passte diese Bezeichnung nicht so recht zu dem Griftegardschen Liedgut, doch der Bassist, welcher ebenso auf den Namen Thomas hört, fuhrwerkte mit erhöhtem Aggressionslevel auf seinem Platz neben der Kanzel herum. Konsequenterweise wurde die Nebelmaschine permanent daran gehindert, den Schwaden-Faktor wieder zu erhöhen. So hatten alle Anwesenden ungehinderte Sicht, als die Band nach einer kurzen Ansage „I Refuse These Ashes“ anstimmte.

Parallel zu mehr Bühnenbewegung wurde es allerdings im Zuschauerraum etwas ruhiger, denn im Gegensatz zur ersten Band tummelten sich etwas weniger Doombegeisterte auf der Tanzfläche vor der Bühne. „The Mire“ vom aktuellen „Solemn, Sacred, Severe“-Album (übrigens im Dezember auch als farbiges Vinyl veredelt) wirkte schon fast munter und fröhlich durch die einleitende Leadgitarre. Allerdings hielt sich dieser musikalische Aufheller nur für kurze Zeit, denn die schleppenden Passagen können kaum schleppender gespielt werden. Die Griftegard-Jünger ließen sich zum Schluß noch vom Track „Charles Taze Russell“ verzaubern, bevor dann die Schweden den Platz für den Headliner räumen mussten.

Setlist:

Paul Gustave Doré
I Refuse These Ashes
The Mire
Charles Taze Russell

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