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The Devil's Blood, Griftegård, Verdunkeln im Konzert (Flensburg, November 2009)

Gekürzter Set des Headlines, ein lahmes Publikum - dennoch insgesamt ein gutes Konzert

Waren die einzigen, die am heutigen Abend Ansagen vollzogen: Griftegård

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Griftegård

Nach erfreulich kurzer Umbauphase entern dann Griftegård die Bretter und bei den schwedischen Doom Metallern kommt zwar ein bisschen mehr Stimmung auf – oder besser gesagt: Die Leuten rücken ein klein wenig näher, allein der Gebrauch des Wortes Stimmung wäre einfach zu sehr übertrieben –, aber immer noch wird man das Gefühl nicht los, sich eher auf einer Beerdigung zu befinden. Das mag zu einer Band wie Griftegård einigermaßen passen, zumal der Name ja auch noch „Friedhof ohne Kirche“ bedeutet, aber es ist schlichtweg unverständlich, warum die Zuschauer nicht näher an die Bühne heranrücken. Bis hin zum Mischpult klafft weiterhin eine riesige Lücke und Sänger Thomas Eriksson, der wie gewohnt wie ein Prediger hinter seinem extra auf die Bühne verfrachteten Podium steht, ist zwar am heutigen Abend der Einzige, der zumindest ein paar wenige Ansagen macht, aber eine Aufforderung an die Leute, etwas näher heranzukommen, macht auch er nicht. Da muss schon einer der Techniker selbst ran: Zwischendurch jedenfalls springt ein mit langen Rastas ausgestatteter junger Mann immer mal wieder aus dem Mischpultbereich, um kräftig zu bangen. Dies kann er sich offensichtlich leisten, denn vom ersten Ton an ist zu hören, dass der Sound um Längen besser ist als bei Verdunkeln – Perfektion klingt anders, aber immerhin kann man hier schon von Transparenz und Differenziertheit sprechen.

Und ein intensiver Gig ist es so oder so, dafür sorgt schon Eriksson, der einfach eine unglaublich ergreifende Stimme hat und beim überlangen „Punishment And Ordeal“, wo er etwa in der Mitte einen Part hat, den er beinahe à capella singt, kann man nicht anders, als einfach nur gebannt zu lauschen, so emotional ist der Gesang des beleibten Frontmannes.

Mit „Charles Taze Russell“, dem Opener der aktuellen Scheibe „Solemn Sacred Severe“, wird der Auftritt schließlich beendet und die Schweden räumen das Feld für den Hauptact des heutigen Abends.

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