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Tarja, Leaves’ Eyes, Markize im Konzert (Bochum, Mai 2011)

Frauenpower pur macht aus der Matrix einen wahren Hexenkessel

Leaves' Eyes widmen sich der nordischen Mythologie

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Leaves’ Eyes

Das es nun norwegisch kühl werden soll kann im Publikum so nun wirklich niemand mehr glauben. Es ist heiß, es ist sogar heißer als sonst, und wer des Öfteren die heiligen Hallen der Matrix besucht, dem ist mittlerweile das neue Licht aufgefallen. Viele neue Spots sorgen für fantastisches Licht auf der Bühne, aber nun auch für mollige Wärme im Fangemenge. Aber mal im Ernst, wer will auch schon ein Konzert besuchen, wo man einen Pulli tragen muss, weil es kalt ist. Also aus die Kleidung und ab zum Bierstand kühles Nass für Innen besorgen. Nun also betreten die Mannen um Liv Kristine die Bühne. Aber halt, einer fehlt doch da? Genau, von Alexander Krull, dem Ehemann der Frontfrau, ist erst einmal nichts zu sehen.

Es geht direkt mit einem neuen Song vom neuen Album „Meredead“ los. „ Spirit's Masquerade“ fesselt schon durch seine schöne Melodie, wenn die ersten Takte im heimischen CD Player laufen. Nun live bleibt einem direkt der Atem aus. Als dann auch Livs Stimme einsetzt ist ein Strahlen auf vielen Gesichtern zu entdecken. Hier und da wird sich fallen gelassen, vorbei der Alltagsstress, dass morgen Freitag ist. Nun hier an dieser Stelle ist alles egal. Genießen ist angesagt. Auch der zweite Song ist einer vom neuen Album „Velvet Heart“. Auch hier ein klassischer Gothic-Metal Song, der nur aus der Feder von Leaves’ Eyes kommen kann.

Dann betritt auch endlich Alex die Bühne und wird stark jubelnd in Empfang genommen. Auch er begrüßt lautstark rufend die Meute. Aber nur die ersten beiden Reihen können seine Stimme vernehmen.  Nicht direkt bemerkend fordert er die Menge auf lauter zu werden. Nun denn, die Menge wird lauter und macht deutlich, dass sein Mikro nicht an ist. Es wird also versucht dem Mikro Leben einzuhauchen, doch dieses wehrt sich mit allem was ihm an elektronischem Innenleben gegeben ist. Es bleibt still um Alex. Liz beginnt nun ohne ihren Mann, der wieder nach hinten verschwindet. Doch so leicht lässt sich auch ein Alex das Aufbegehren eines Mikros nicht gefallen. Was auch immer hinten geschieht, er betritt nun endlich mit einem funktionierenden Mikro die Bühne und „Take The Devil In Me“ beginnt. Nun ist volle Power angesagt. Die Menge kocht und das im wahrsten Sinne des Wortes, und die Band vorne tut alles, um die Temperatur noch weiter nach oben zu jagen. Sie sind dermaßen gut drauf, dass die Funken nur so überspringen und ein jeder auf der Bühne schweißnass gebadet ist. Liv spricht das Thema auch direkt an: „Ganz schön proppevoll hier und warm". Warm ist dann genau wie proppevoll eine echte Untertreibung. Wie sie die Hitze dort vorne in einem langen Samtkleid erträgt, bleibt aber unbeantwortet, außer das Tarja ihr zwei Ventilatoren ausgeliehen habe: So macht man das nämlich unter Freundinnen auch auf Tour, sagt sie nur verschmitzt. Livs Stimme als auch Alex Zutun und das phantastische Spiel der Bandkollegen machen diesen Auftritt zu etwas Besonderem. Auch Livs Art mit dem Publikum Kontakt aufzunehmen, jedem einzelnen das Gefühl zu geben, etwas Besonderes heute Abend zu sein, machen diesen Auftritt rund.

Darauf, das Liv heute Abend gar nicht hier stehen dürfte, weist ihr Mann dann hin. Sie habe absolutes Tourverbot aufgrund eines Bänderrisses. So ein gut bezahlter Fußballer, der auch Kohle abgreift, wenn er verletzt ist, wie Alex es ausdrückt, der bleibt dann halt auf der Bank sitzen. Liv aber stehe hier in Schuhen, die er wohl nur mit Bänderriss tragen würde. Und Liv zeigt auf ihre weißen High Heels: bewundernswert.

Zu schade, als dann schon der letzte Song „ Frøya's Theme“ angekündigt wird.  Neun Songs sind nun wirklich viel zu wenig. Mit dem Outro „ Mot Fjerne Land“ verabschieden sich nun Leaves’s Eyes von der Bühne.

Setlist:

Spirit's Masquerade
Velvet Heart
Take The Devil In Me
My Destiny
Etain
Melusine
Elegy
To France (Cover Mike Oldfield)
Frøya's Theme
Mot Fjerne Land [Outro]

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