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Storm Crusher Festival 2012

Ein schmuckes Festival, das mit tollen Bands glänzen konnte

Der finale Headliner: Dark Funeral

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Dark Funeral

Nun gilt es, den Headliner des Tages und das finale Konzert des Festivals anzuschauen. Das ist aber zuerst mal gar nicht drin, weil die Schweden Dark Funeral die Umbaupause ganz schön überziehen. Fast genau eine halbe Stunde nach eigentlichem Konzertbeginn eröffnet die Band mit „Stigmata“. Bis hierher gibt es noch keinerlei Überraschungen. „Stigmata“ ist schon länger der Opener der Black Metal Formation.

Doch schon mit der zweiten Nummer gehen Dark Funeral ganz weit in der Zeit zurück. Aus dem Jahr 1993 stammt der Titel „The Secrets Of The Black Arts“. Es ist schön, dass auch so nostalgische Schmuckstücke noch zum Zuge kommen. Für sehr viele der jüngeren Zuschauer dürfte „666 Voices Inside“ eher vertraut klingen. Das Stück ist auf der 2005 erschienenen Platte „Attera Totus Sanctus“ zu finden und hat sich zu einem Dauerbrenner in der Setlist der Schwarzmetaller gemausert.

Die Band verzichtet fast vollkommen auf Plaudereien. Eine Setlist von ganzen 15 Songs will gespielt werden, da gilt es nicht viel Zeit zu verlieren. Ein weiterer Titelsong lässt sich ausmachen. „Vobiscum Satanas“ vom gleichnamigen Album wird gespielt und wieder dürfte nur die Hälfte der Zuhörer die Entstehenszeit des Albums schon als Metaller erlebt haben.

Musikalisch sind Dark Funeral sehr fit und vor allem äußerst präzise. Dabei ist der Sound auch verhältnismäßig gut. Nachtgarm ist stimmlich auch fit und so steht einem wunderbaren Konzertereignis nichts im Wege. Fast nichts. Eine Sache fällt schnell auf. Die Zuschauer werden müde. Erstens ist es inzwischen recht spät geworden und zweitens sind viele der Anwesenden seit langer Zeit auf den Beinen. Während „Vobiscum Satanas“ wird es bereits ein Uhr morgens. Das drückt natürlich leicht auf die Stimmung.

Dennoch absolvieren Dark Funeral einen wirklich respektablen Headlinergig, der sich sehen lassen kann. Die Setlist dürfte wirklich keinerlei Wünsche offen lassen und auch die Darbietung der Stücke muss man ganz schlicht und ehrlich als gut bezeichnen. Schön zu sehen ist auch, dass die sonst oft verwendete Pyroshow gut zur Band passt, aber keineswegs ein Muss ist. Auch ohne Feuer wirkt der Auftritt sehr infernalisch.

Wie gewohnt endet der Gig mit „My Funeral“ und wie immer zaubert die Nummer ein gespenstisches Szenario. Dark Funeral haben es drauf, aber wenn der Gig etwas früher begonnen hätte, dann hätte man in der Halle noch viel mehr reißen können.

Setlist:

  • Stigmata
  • The Secret Of The Black Arts
  • 666 Voices Inside
  • Atrum Regina
  • The Arrival Of Satan’s Empire
  • Vobiscum Satanas
  • The Birth Of The Vampire
  • Goddess Of Sodomy
  • Hail Murder
  • Slava Satan
  • Open The Gates
  • King Antichrist
  • An Apprentice Of Satan
  • Dawn No More Rises
  • My Funeral

Für die Zuschauer darf das Festival als Erfolg bezeichnet werden. Im Vergleich zum letzten Jahr stimmt diese These sicherlich. Für die Veranstalter wird es wohl nicht so rosig aussehen. Es hätten schon noch merklich mehr Besucher in die Location gepasst. Problematisch ist auch der sehr eng begrenzte Vorhof und die direkte Nähe zur viel befahrenen B299. Der Imbisswagen, der für die Versorgung der kompletten Festivalbesucher zuständig ist, ist in den Stoßzeiten ganz einfach hoffnungslos überfordert. Wäre das Festival ausverkauft gewesen, dann wäre es hier richtig schlecht ausgegangen. Wie man unschwer sieht gibt es deutlichen Nachbesserungsbedarf.

Es gibt aber auch viele Sachen, die löblich erwähnt werden sollten. Da stehen an erster Stelle, wie so oft, die ganzen Helfer, die solche Veranstaltungen erst möglich machen. Egal ob hinter dem Tresen, als Ordner oder als Bandbetreuer,  viele Hände sind nötig, um so ein Event zu organisieren. Die Organisation war im Großen und Ganzen recht gut. Einige kleinere Probleme gab es zwar, schlimm war aber keines davon. Preislich darf man nirgends meckern. Egal ob Getränke, Essen oder die Eintrittspreise, alles ist im grünen Bereich. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass das Storm Crusher Festival 2012 nicht das letzte bleibt.

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