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Storm Crusher Festival 2012

Ein schmuckes Festival, das mit tollen Bands glänzen konnte

Vermin interagieren gut mit dem Publikum

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Vermin

Ganz anders sieht es da schon bei den Bayreuthern Vermin aus. Die Band hat auch schon viel mehr Erfahrung. Ebenfalls dem Death Metal frönend, spielt das Quartett eher amerikanische Variationen dieser harten Gangart. Dabei fixiert man sich aber nicht auf einen Teilbereich Amerikas, sondern mischt fröhlich die Westküste mit der Ostküste. Das Ergebnis ist eine groovige und gleichzeitig frickelige Wuchtbrumme aus kombinierten Melodien. Dabei können groovige Nummern wie „Impact“ am meisten punkten. Ernsthaft Stimmung kommt allerdings nur schwer auf. Es ist um die frühe Uhrzeit einfach zu wenig los.

Auch Vermin haben mit dem mörderischen Hall zu kämpfen. Die Gitarren und die Growls sind davon weniger beeinträchtigt, aber vor allem das Schlagzeug und ganz speziell die Snare Drum werden von ihrem eigenen Echo sozusagen völlig zerfahren. Nach den ersten zwei Nummern wendet sich Fronter Bodi das erste Mal ans Publikum. Neben einem kurzen Hallo äußert er auch die Aufforderung, dass die Zuhörer weiter nach vorne kommen sollen. Das hätte er sich genauso gut sparen können. Um diese frühe Uhrzeit hat diese Aufforderung wahrscheinlich noch nie gezogen und sie wird es voraussichtlich auch nicht.

Die Band hat ein ganz neues Stück im Gepäck. „Misery“ heißt die Nummer und sie kommt nun zum Einsatz. Der Song baut auf einer Mischung zwischen einem mörderischen Riff und einem wirbelzermatschendem Groove auf – sehr schön. Dafür erntet die Band auch schon richtigen Applaus. Wieder folgt die – von allen ignorierte – Aufforderung, sich doch weiter in Richtung Bühne zu begeben. Praktisch als Dank gibt es dafür den Song „Mourning Sun“. Im Vergleich zu den vorher gespielten Titeln ist die Nummer sehr viel verworrener und verspielter, ja beinahe progressiv. Nur aus diesem Grund wird das Stück, das eigentlich eine Wucht ist, etwas reservierter aufgenommen.

Spätestens mit „Empty Eyes“ ist aber wieder alles okay. Weniger verspielt, dafür aber umso brutaler und aggressiver, geht der Titel in den Kampf um die Vorherrschaft in der Halle. Seine mächtigen Grooves wabbern durch die Gemäuer und sorgen für flatternde Beinkleider. Nicht ganz. Die Grooves würden für wabernde Beinkleider sorgen, wenn die PA nicht schon fast am Limit wäre. Die Tonanlage würde für eine Buchlesung oder für einen Theaterabend völlig ausreichen, für ein Metalkonzert ist sie sehr knapp dimensioniert.

Trotzdem donnert die Band weiter und entfacht mit „Mind Control“ einen neuen Flächenbrand. Der Brutalogroover „Reactor“ und das abschließende „Screams“ sorgen noch einmal für Stimmung bevor die Bayreuther die Bühne an die Nachfolgerband übergeben.Vermin liefern einen beeindruckend professionellen Auftritt ab, der deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. 

Setlist:

  • Hypocrite
  • Impact
  • Misery
  • Mourning Sun
  • Empty Eyes
  • Mind Control
  • Reactor
  • Screams
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